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Fotos und Aufbewahrung

Fotos drucken und ordnen, säurefrei arbeiten und alte Alben retten. Die Fragen, die Scrapper am häufigsten stellen, mit einer kurzen und ehrlichen Antwort.

Wo bewahre ich Scrapbooks und Fotoalben am besten auf?

Bewahre sie an einem kühlen, trockenen Ort im Wohnbereich deines Zuhauses auf, am besten liegend und ohne direktes Sonnenlicht. Dachboden, Keller, Garage und Schuppen sind die schlechtesten Orte. Wärme macht Papier und Kleber spröde, und Feuchtigkeit zieht Schimmel und Ungeziefer an.

Das hilft:

  • ein Schrank an einer Innenwand, nicht neben der Heizung oder an einer Außenwand
  • eine Temperatur um Zimmertemperatur oder etwas kühler
  • eine Luftfeuchtigkeit zwischen etwa 30 und 50 Prozent
  • dicke, schwere Alben flach lagern
  • eine passende Schachtel gegen Staub und Licht

Starke Schwankungen bei Wärme und Feuchtigkeit schaden mehr als ein Ort, der nicht ideal ist, aber stabil bleibt.

Lies auch: Scrapbooks aufbewahren: Ort, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Welcher Kunststoff ist sicher für Fotos?

Polypropylen (PP), Polyester (PET, auch bekannt als Mylar) und Polyethylen (PE) sind sicher. Meide PVC: Es gibt mit der Zeit Stoffe ab, durch die Fotos sich verfärben und festkleben. Du erkennst PVC oft an einem starken Plastikgeruch und daran, dass es sich weich und etwas klebrig anfühlt. Steht nicht drauf, aus welchem Kunststoff eine Hülle ist, dann geh nicht davon aus, dass sie sicher ist.

Achte auch auf Feuchtigkeit. In einem feuchten Raum können Fotos an jeder Art von Kunststoff festkleben. Steck Fotos also nur trocken in eine Hülle und bewahre sie nie in einem zugeknoteten Plastikbeutel auf. Darin bleibt die Feuchtigkeit hängen und das Bild verschlechtert sich schneller.

Lies auch: Prospekthüllen: Welches Plastik ist sicher für deine Fotos?

Wie befestige ich Fotos, ohne sie zu beschädigen?

Nimm Fotoecken. So kommt kein Kleber auf das Foto und du kannst es jederzeit wieder aus dem Album nehmen. Wähle Ecken aus säurefreiem Papier oder aus sicherem Kunststoff wie Polypropylen.

Willst du trotzdem kleben, dann nimm einen säurefreien, fotosicheren Kleber. Mach das nur bei Abzügen, die du auch digital oder als Negativ hast. Einzigartige alte Fotos klebst du besser nie fest.

Meide:

  • normales Klebeband und doppelseitiges Klebeband ohne den Hinweis „fotosicher“
  • Heftklammern, Büroklammern und Gummibänder
  • Haushaltskleber und Gummikleber

Klebeband verfärbt sich und kann beim Abziehen die Bildschicht mitreißen.

Lies auch: Welcher Kleber für Fotos, Papier und Verzierungen?

Was bedeutet säurefrei genau?

Säurefrei bedeutet, dass Papier oder Karton bei der Herstellung einen pH-Wert von 7 oder höher hat, also neutral oder leicht basisch ist. Saures Papier vergilbt, wird spröde und kann seine Säure an Fotos abgeben, die daran anliegen.

Säurefrei sagt nur etwas über den Zeitpunkt aus, an dem das Papier hergestellt wurde. Papier, das Lignin enthält, kann im Lauf der Jahre trotzdem sauer werden. Deshalb steht auf guten Alben und gutem Papier oft auch „ligninfrei“ oder „gepuffert“.

Für alles, was direkt an einem Foto anliegt, wie Albumseiten, Hüllen und Ecken, ist säurefrei das Minimum. Bei Deko, die weiter von deinen Fotos entfernt ist, kommt es weniger genau darauf an, auch wenn sich Säure über eine Seite ausbreiten kann.

Lies auch: Säurefrei und ligninfrei: was es bedeutet und wann es zählt

Sind selbstklebende Alben schlecht für Fotos?

Ja, vor allem die älteren. Die Seiten selbstklebender Alben, oft Magnetalben genannt, haben eine Kleberschicht unter einer Folie, die meistens aus PVC ist. Nach Jahren verfärbt sich dieser Kleber, zieht ins Foto ein, und die Fotos sitzen bombenfest. Der Karton darunter ist oft sauer.

Wenn du so ein Album hast:

  • scanne oder fotografiere zuerst jede Seite so, wie sie ist
  • versuche, die Fotos zu lösen, solange das noch geht
  • klappt es nicht, erzwinge nichts und bewahre den Scan als Back-up auf

Neue selbstklebende Alben mit dem Hinweis „fotosicher“ sind besser als die alten. Fotoecken oder Einstecktaschen bleiben aber die sicherere Wahl.

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Mit welcher Auflösung scanne ich alte Fotos?

Scanne normale Abzüge mit mindestens 300 dpi. Wähle 600 dpi für kleine Fotos, die du größer drucken oder in die du hineinzoomen möchtest. Dias und Negative sind so klein, dass du viel höher gehen musst, oft 2400 dpi oder mehr.

Außerdem:

  • speichere deine Hauptdateien als TIFF oder PNG, denn die verlieren keine Qualität, und erstelle danach JPEG-Kopien zum Teilen
  • scanne auch die Rückseite, wenn dort etwas geschrieben steht
  • mach das Scannerglas staubfrei, bevor du anfängst
  • bewahre deine Scans an mindestens zwei Orten auf

Scanne lieber mit einer höheren Auflösung, als du zu brauchen glaubst. Ein empfindliches Foto scannst du am besten nur ein einziges Mal.

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Wie viele Pixel brauche ich für einen scharfen Abzug?

Rechne mit 300 Pixeln pro Zoll (2,54 cm) des Abzugs. Dann kommst du ungefähr auf Folgendes:

  • 10 × 15 cm: 1181 × 1772 Pixel
  • 13 × 18 cm: 1535 × 2126 Pixel
  • A4 (21 × 29,7 cm): 2480 × 3508 Pixel
  • 30 × 30 cm (12 × 12 Zoll): 3600 × 3600 Pixel

Schaffst du das nicht ganz, sind 200 Pixel pro Zoll für ein Foto im Album oft noch völlig in Ordnung.

Mehr Pixel bedeuten nicht automatisch ein scharfes Foto. Bewegungsunschärfe oder ein Foto, das nicht richtig scharfgestellt ist, fällt auf einem Abzug sogar stärker auf. Sieh dir dein Foto deshalb in 100 Prozent an, bevor du es drucken lässt.

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Ist säurefrei dasselbe wie ligninfrei?

Nein. Säurefrei bezieht sich auf den Säuregehalt des Papiers jetzt, ligninfrei darauf, was später passiert. Lignin ist ein Stoff aus Holz, der Papier fest macht. Unter dem Einfluss von Licht und Luft zerfällt Lignin, und es entstehen Säuren. Deshalb vergilbt Zeitungspapier so schnell.

Papier kann also säurefrei sein, wenn du es kaufst, und trotzdem Lignin enthalten. Nach Jahren wird es dann doch sauer. Für Alben und Papier, das an deinen Fotos anliegt, willst du beides: säurefrei und ligninfrei. Steht nur „säurefrei“ auf der Verpackung, weißt du nicht sicher, ob das Papier auch ligninfrei ist.

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Was bedeutet „archival“ oder „fotosicher“ auf einer Verpackung?

Es bedeutet, dass der Hersteller das Produkt für die langfristige Aufbewahrung geeignet hält, aber es ist kein geschützter Begriff. Es gibt keine offizielle Norm dafür, was „archival“, „Museumsqualität“ oder „fotosicher“ heißen darf.

Achte deshalb auf konkrete Angaben:

  • säurefrei und ligninfrei bei Papier und Karton
  • die Art des Kunststoffs: Polypropylen, Polyester oder Polyethylen
  • PAT, den Photographic Activity Test (ISO 18916)

Der PAT ist der anerkannte Test, der prüft, ob ein Material mit Fotos reagiert. Ein Produkt, das den Test besteht, darfst du fotosicher nennen, auch wenn der Test nichts über Säuregehalt oder Lignin aussagt. Bei normalen Seiten musst du darauf nicht achten. Bei Erbstück-Fotos ist der PAT ein guter Anhaltspunkt.

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Wie löse ich festgeklebte Fotos?

Arbeite vorsichtig und mit Geduld. Klappt es nicht ohne Kraft, dann lass das Foto, wo es ist. Ein zerrissenes Foto ist verloren, ein festgeklebtes Foto kannst du immer noch scannen.

Versuch Folgendes, in dieser Reihenfolge:

  • scanne zuerst die ganze Seite
  • schieb einen dünnen Spatel aus Metall oder Teflon schräg unter eine Ecke und arbeite dich ganz langsam weiter
  • bei selbstklebenden Alben hilft ungewachste Zahnseide, die du wie eine kleine Säge unter dem Foto durchziehst
  • ein Föhn auf der niedrigsten Stufe, mit Abstand, kann alten Kleber etwas weicher machen; halte ihn nicht lange auf eine Stelle

Verwende nie Wasser oder Lösungsmittel. Sitzt ein wertvolles Foto wirklich fest, dann frag einen Restaurator um Rat.

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Sollte ich Fotos aus einem alten Album herausnehmen?

Das hängt vom Album ab. Nimm sie heraus, wenn das Album die Fotos selbst angreift, etwa ein selbstklebendes Album mit PVC-Folie oder ein Album, das auseinanderfällt oder schimmelt. Lass sie drin, wenn das Album selbst etwas erzählt. Ein Album deiner Großeltern ist mit seinen Bildunterschriften, seiner Reihenfolge und seiner Gestaltung als Ganzes wertvoll.

Im zweiten Fall schützt du das Album, statt es auseinanderzunehmen:

  • scanne jede Seite
  • leg säurefreie Zwischenblätter zwischen die Seiten
  • bewahre es flach in einer passenden Schachtel auf

Bist du unsicher, dann lass die Fotos drin. Herausnehmen kannst du sie später immer noch, alles wieder so zurückzusetzen, wie es war, aber nicht.

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Was mache ich zuerst, wenn ich ein altes Album retten möchte?

Scanne oder fotografiere alles, bevor du etwas löst oder verschiebst. Dann hast du eine Kopie, falls etwas schiefgeht, und weißt später noch genau, wie die Seiten aussahen.

Danach:

  • sieh dir an, was nicht stimmt: lose Seiten, vergilbter Kleber, Schimmel, festgeklebte Fotos
  • schreib auf, was über wer, wo und wann bekannt ist, solange es Familienmitglieder gibt, die es noch wissen
  • behalte die ursprüngliche Reihenfolge bei
  • lege dein Ziel fest: nur sicher aufbewahren, digitalisieren oder ein neues Album gestalten

Halte dich an die Faustregel: keinen Schaden anrichten. Ein Album sicher in einer Schachtel ist besser als ein halb repariertes Album voller Klebeband.

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Wie scanne ich ein dickes oder empfindliches Album, ohne es zu beschädigen?

Fotografiere es von oben, mit den Seiten nach oben. Drück es nicht aufgeklappt auf die Glasplatte eines Scanners, denn dadurch kann der Buchrücken brechen und lose Fotos können verrutschen.

So gehst du vor:

  • leg das Album aufgeschlagen auf eine weiche Unterlage und stütze beide Seiten, zum Beispiel mit eingerollten Handtüchern, damit es nicht weiter aufklappt als nötig
  • stell deine Kamera oder dein Handy auf einem Stativ genau über die Seite
  • fotografiere bei gleichmäßigem Tageslicht oder mit zwei Lampen schräg von der Seite, ohne Blitz
  • prüfe, ob jede Aufnahme scharf ist

Lose Fotos, die du sicher herausnehmen kannst, scannst du danach einzeln auf einem Flachbettscanner.

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Warum ist mein Foto auf dem Handy scharf, aber verschwommen, wenn ich es drucke?

Weil ein Abzug viel größer ist als dein Handydisplay und dein Foto dafür zu wenige Pixel hat. Auf einem Handy liegen die Pixel sehr dicht beieinander, deshalb fällt eine geringe Anzahl nicht auf. Bei einem Abzug werden diese Pixel auf eine größere Fläche verteilt, und plötzlich siehst du, was fehlt.

Die Angabe 72 dpi in den Eigenschaften sagt dabei wenig. Es geht um die Gesamtzahl der Pixel. Ein Foto mit 4000 × 3000 Pixeln und der Angabe 72 dpi kannst du problemlos drucken, ein Foto mit 800 × 600 Pixeln nicht, egal was dabeisteht.

Oft wurde das Foto über eine Chat-App oder soziale Medien verschickt. Die machen Fotos deutlich kleiner. Frag nach dem Original oder lass dir die Datei in Originalgröße mailen oder über einen Dienst für große Dateien schicken.

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Was mache ich, wenn ein Foto nass geworden ist?

Lass es so schnell wie möglich trocknen, mit der Bildseite nach oben, in einem kühlen Raum mit etwas Luftbewegung. Je länger ein Foto nass bleibt, desto größer ist die Gefahr von Schimmel und einer Bildschicht, die zu kleben beginnt.

  • spül Schlamm vorsichtig mit sauberem, kaltem Wasser ab
  • berühre die Bildseite nicht und leg nichts darauf
  • nimm Fotos aus Hüllen und aus dem Album und leg sie einzeln nebeneinander
  • zieh Fotos, die aneinander oder an Glas kleben, nicht auseinander, wenn du Widerstand spürst
  • benutze keinen Föhn und keine Heizung

Gelingt das Trocknen nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen, zum Beispiel nach einem Wasserschaden, dann friere die Fotos ein, jedes einzeln verpackt. Ein Restaurator kann sie später weiterbehandeln.

Darf ich ein zerrissenes Foto oder eine zerrissene Seite kleben oder laminieren?

Lieber nicht. Klebeband verfärbt sich, der Kleber zieht ins Papier ein, und beim Abziehen geht oft ein Stück der Bildschicht mit. Laminieren lässt sich nicht rückgängig machen: Die Folie haftet für immer am Foto.

Besser:

  • steck ein zerrissenes Foto in eine Hülle aus Polyester oder Polypropylen, damit die Stücke zusammenbleiben
  • scanne das Foto und repariere den Riss digital in einem Bildbearbeitungsprogramm; die reparierte Version kannst du neu drucken
  • bewahre ein Album mit losen oder zerrissenen Seiten flach in einer Schachtel auf

Ist das Foto wertvoll, kann ein Restaurator den Riss mit Materialien reparieren, die sich später wieder entfernen lassen, zum Beispiel Japanpapier und Weizenstärkekleister.

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Ist ein normaler Schuhkarton gut genug für Fotos?

Für ein paar Jahre ist das kein Drama, für lange Zeit nicht. Normaler Karton ist oft sauer und enthält Lignin. Er vergilbt und gibt Säure an deine Fotos ab. Gummibänder, Büroklammern und Umschläge mit Klebestreifen machen es schlimmer.

Besser für lange Zeit:

  • eine säurefreie, ligninfreie Archivschachtel ohne Löcher oder Griffe, damit weder Staub noch Licht hineinkommen
  • Fotos stehend oder in Stapeln nach Thema, mit säurefreien Registerkarten dazwischen
  • ein kühler, trockener Ort in der Wohnung, nicht direkt auf dem Boden

Eine Aufbewahrungsbox aus Kunststoff ist kein guter Ersatz, denn darin kann Feuchtigkeit hängen bleiben.

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Wie fasse ich alte Fotos am besten an?

Mit sauberen, trockenen Händen, an den Rändern und so wenig wie möglich. Fett und Salz von deinen Fingern hinterlassen mit der Zeit Flecken auf der Bildschicht.

  • heb ein Foto nicht an einer Ecke hoch, sondern stütze es mit der ganzen Hand oder mit einem Stück Karton
  • schreib nicht mit Kugelschreiber auf die Rückseite, denn das drückt durch und kann abfärben; nimm einen weichen Bleistift
  • iss und trink nicht in der Nähe

Baumwollhandschuhe werden oft empfohlen, aber damit spürst du weniger und lässt ein Foto eher fallen. Willst du viele wertvolle Fotos durchsehen, sind Nitrilhandschuhe eine gute Alternative.

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Wie mache ich ein gutes Back-up meiner digitalen Fotos und Scans?

Halte dich an die 3-2-1-Regel: drei Kopien auf zwei verschiedenen Arten von Speicher, davon eine an einem anderen Ort. Zum Beispiel auf deinem Computer, auf einer externen Festplatte und in der Cloud.

Gut zu wissen:

  • eine externe Festplatte (HDD) ist pro Terabyte günstig und als Archiv geeignet; eine SSD ist schneller, aber teurer
  • ein USB-Stick ist dafür gedacht, Dateien zu übertragen, nicht, sie jahrelang aufzubewahren
  • schalte eine Festplatte, die im Schrank liegt, mindestens einmal im Jahr ein und prüf, ob noch alles drauf ist
  • sag jemandem in deiner Familie, wo deine Dateien liegen und wie man darankommt

Cloudspeicher schützt vor Feuer und Diebstahl, kostet aber meistens jeden Monat Geld.

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Wann sollte ein Album zu einem Restaurator?

Wenn ein Album oder Foto so beschädigt ist, dass gutes Aufbewahren nicht mehr reicht, und es dir viel bedeutet. Denk an Schimmel, Seiten, die zerbröseln, Fotos, die an Glas oder aneinander kleben, oder einen Ledereinband, der zerfällt.

Der Unterschied:

  • Konservieren machst du selbst: sicher verstauen, scannen, Zwischenblätter einlegen, einen guten Ort wählen
  • Restaurieren ist eine Behandlung durch einen Papier-, Buch- oder Fotorestaurator

Für die meisten Familienalben reicht Konservieren. Eine Behandlung ist Maßarbeit und deshalb vor allem etwas für das eine unersetzliche Foto oder das eine Album. Mach in der Zwischenzeit nichts, was du nicht rückgängig machen kannst, wie Kleben, Laminieren oder Reinigen mit Wasser.

Was bedeutet gepuffert, und ist das gut für Fotos?

Gepuffertes Papier enthält einen basischen Stoff, meistens Calciumcarbonat. Er neutralisiert Säuren, die später entstehen oder aus der Umgebung kommen, sodass das Papier länger säurefrei bleibt.

Für die meisten Fotos und für Zeitungsausschnitte, Urkunden und anderes Papier ist gepuffertes Material völlig in Ordnung und oft sogar besser. Für manche alten Fotoarten, etwa Blaupausen (Cyanotypien) und Albuminabzüge, wird ungepuffertes säurefreies Material empfohlen.

Bist du dir bei einem wertvollen alten Foto unsicher, dann wähle ungepuffertes Material oder Material, das den PAT (Photographic Activity Test) bestanden hat.

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Wie ordne ich meine Fotos, bevor ich mit dem Scrappen anfange?

Fang mit einer groben Einteilung nach Jahr oder Ereignis an und triff erst danach deine Auswahl. Versuch nicht, alles auf einmal perfekt zu sortieren.

Diese Arbeitsweise funktioniert für viele Scrapper:

  • digital: ein Ordner pro Jahr, mit Unterordnern pro Monat oder Ereignis und Namen, die mit dem Datum beginnen, etwa „2023-07 Urlaub Frankreich“
  • lösch doppelte und misslungene Fotos sofort
  • wähl pro Ereignis ein paar Lieblingsfotos aus, die du drucken möchtest
  • bewahre Abzüge in einer säurefreien Schachtel mit Registerkarten nach Jahr oder Thema auf

Bleib ab jetzt bei neuen Fotos am Ball und arbeite alte Rückstände in kleinen Portionen ab.

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Lasse ich Fotos besser glänzend oder matt drucken?

Beides geht; es ist vor allem eine Frage von Geschmack und Verwendung. Glänzend sorgt für tiefere Farben und mehr Kontrast, matt wirkt ruhiger und spiegelt kein Licht.

Für ein Scrapbook wählen viele Scrapper matt oder seidenmatt (auch Satin oder Luster genannt):

  • Fingerabdrücke fallen weniger auf
  • du kannst leichter darauf schreiben oder stempeln
  • sie spiegeln weniger, auch hinter einer Seitenhülle

Glänzend passt schön zu hellen, farbenfrohen Fotos und wenn das Foto der Blickfang der Seite ist.

Lies auch: Fotos fürs Scrapbook drucken: zu Hause oder beim Fotoservice

Sollte ich Negative behalten, wenn meine Fotos gescannt sind?

Ja. Ein Negativ enthält oft mehr Details und Farbinformationen, als ein Abzug oder ein erster Scan zeigt. Mit einem besseren Scanner oder besserer Software holst du später vielleicht mehr heraus. Außerdem ist es ein zusätzliches Back-up, falls deine digitalen Dateien verloren gehen.

Bewahre Negative so auf:

  • in Hüllen aus Polyester, Polypropylen oder Polyethylen oder in säurefreien Papierhüllen
  • nicht in PVC
  • kühl, trocken und dunkel, getrennt von den Abzügen
  • mit dem Jahr oder dem Ereignis in Bleistift auf der Verpackung

Fass sie nur an den Rändern an.

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Sollte ich Zwischenblätter in ein altes Album legen?

Oft schon, vor allem wenn Fotos einander gegenüberliegen oder an saurem Papier anliegen. Ein Zwischenblatt verhindert, dass Fotos aneinanderkleben, dass Tinte und Kleber abfärben und dass Säure von einer Seite in die andere zieht.

Leg Zwischenblätter ein bei:

  • schwarzen oder braunen Albumseiten, die meistens sauer sind
  • Seiten mit Klebeband, Kleberesten oder aufgeklebten Ausschnitten
  • vergilbten, verblassten oder silbrig angelaufenen Fotos

Nimm säurefreies Seidenpapier oder säurefreies Pergamin, passend zur Seitengröße zugeschnitten. Achte darauf, dass das Album nicht zu dick wird: Ein Buchrücken, der auseinandergedrückt wird, geht auch kaputt. Leg sie dann nur bei den empfindlichsten Seiten ein.

Lies auch: Alte Magnetalben und schwarze Fotoalben schonend retten

Wie finde ich heraus, wer auf alten Fotos zu sehen ist?

Fang bei deiner Familie an. Zeig die Fotos älteren Familienmitgliedern und schreib sofort auf, was sie erzählen. Such danach nach Hinweisen im Foto selbst:

  • die Rückseite: Namen, Daten, der Name eines Fotostudios oder ein Stempel des Fotolabors
  • Format, Papiersorte und Ränder, die etwas über die Zeit verraten
  • Kleidung, Frisuren, Autos und Ladenfronten
  • Fotos, bei denen du weißt, wer darauf ist, zum Vergleichen

Auch Zeitungen, Vereinsblätter, Schuljahrbücher und Archive von Gemeinden und Kirchen können helfen. In Gruppen zu Lokalgeschichte oder Familienforschung antworten die Leute oft gern. Schreib, was du herausfindest, mit Bleistift auf die Rückseite oder auf ein separates Kärtchen.

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Warum vergilben alte Fotos und Albumseiten?

Meistens durch saures Papier, Licht und Wärme. Billiges Papier aus Holzschliff enthält Lignin, und das zerfällt zu Säuren. Dadurch vergilbt das Papier und wird spröde, und diese Säure zieht in Fotos ein, die daran anliegen. Alben hatten früher oft schwarze Seiten: Darauf fielen Verfärbungen weniger auf, und Schwarz-Weiß-Fotos kamen schön zur Geltung.

Auch das Foto selbst verändert sich. Alte Farbfotos verblassen und verfärben sich mit der Zeit, und Licht, Wärme, Klebereste und PVC-Folie beschleunigen das.

Vorbeugen kannst du mit säurefreiem und ligninfreiem Material, indem du Fotos von direktem Sonnenlicht fernhältst und sie an einem kühlen, trockenen und stabilen Ort aufbewahrst.

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