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Erklärt · 7 Min. Lesezeit

Scrapbook-Begriffe erklärt: von Brads bis Vellum

LO, Chipboard, Fussy Cutting, Quick Page: Wer mit dem Scrappen anfängt, stolpert über englische Wörter. Hier stehen die wichtigsten, einfach auf Deutsch erklärt.

Scrapbook-Material auf grauem Untergrund: Spitze, Washi Tape, Strasssteine in einer Dose und eine rosa Karte mit Rosen
Foto: Victoria Emerson · Pexels

Du schaust ein Video, liest einen Blog oder blätterst in einer Zeitschrift, und plötzlich geht es um ein LO mit Vellum, Fussy Cut Flowers und ein paar Enamel Dots. Scrapbooking ist in Amerika groß geworden, und die Fachsprache ist Englisch geblieben, auch in den Niederlanden. Das ist nicht schlimm, wenn du weißt, was gemeint ist. Unten findest du die Wörter, die dir am häufigsten begegnen, nach Art sortiert.

Seiten: Layout, LO und Spread

Ein Layout ist eine fertige Scrapbook-Seite: Hintergrundpapier, Fotos, Deko und Text zusammen. Scrapper kürzen es oft mit LO ab. Wenn jemand schreibt, sie habe diese Woche „drei LOs“ gemacht, sind das also drei Seiten.

Ein Spread ist eine Doppelseite: die linke und die rechte Seite, die nebeneinanderliegen, wenn du das Buch aufschlägst, gestaltet als ein Ganzes. Du hörst auch Two-Page Layout oder Double Layout. Auf Deutsch sagst du einfach Doppelseite.

Der Unterschied spielt beim Planen eine Rolle. Bei einer einzelnen Seite muss die rechte Seite nichts mit der linken zu tun haben. Bei einem Spread lässt du Farben, einen Titel oder einen Papierstreifen über die Falz weiterlaufen, damit das Auge von links nach rechts mitgenommen wird.

Zwei Wörter, die du dabei oft siehst:

  • Journaling: aller Text, den du auf eine Seite schreibst, von einem Datum bis zu einer ganzen Geschichte.
  • Sketch: eine einfache Skizze einer Aufteilung mit Feldern für Fotos, Titel und Text, die du als Ausgangspunkt nimmst.

Papier und Pappe: Cardstock, Vellum, Chipboard und Ephemera

Cardstock ist festes, einfarbiges Papier, dicker als Druckerpapier. Es ist die Grundlage vieler Seiten: als Hintergrund, als Rahmen hinter einem Foto oder zum Ausschneiden. Du bekommst es in allen möglichen Farben und Stärken. Neben Cardstock gibt es Designpapier (Patterned Paper): bedrucktes Papier, manchmal auf beiden Seiten unterschiedlich.

Das Standardformat in der Scrapbook-Welt ist 30,5 × 30,5 cm, auf Englisch 12x12 Inch. Kleinere Blöcke mit 15 × 15 cm (6x6 Inch) sind ebenfalls üblich.

Vellum ist durchscheinendes Papier, ähnlich wie Transparentpapier. Der Untergrund schimmert leicht durch, deshalb wirkt es weich und luftig. Es gibt es einfarbig, farbig und bedruckt. Scrapper nutzen es für Wölkchen, kleine Umschläge, eine Lage hinter einem Foto oder einen Text, der über einem Muster liegt. Vorsicht mit flüssigem Kleber: Der scheint durch. Kleine Stücke doppelseitiges Klebeband unter einer Verzierung oder ein Brad sehen sauberer aus.

Chipboard ist dicke, gepresste Pappe. Im Laden sind damit meist vorgestanzte Figuren, Buchstaben oder Rahmen aus dieser Pappe gemeint, oft bedruckt oder mit einer glänzenden Schicht. Sie bringen Relief auf die Seite, ohne dass ein holpriger Berg entsteht. Wer selbst Alben baut, nimmt graues Chipboard auch als stabilen Einband.

Ephemera ist ursprünglich alles, was zum Wegwerfen gedacht war: Tickets, Kassenzettel, Etiketten, Briefmarken, ein Stadtplan. Auf deiner Seite erzählen diese Dinge die Geschichte mit. Im Handel und bei Junk Journals heißen auch lose, vorgeschnittene Papierstücke mit Kärtchen, Labels und alten Texten Ephemera, die zu einer Kollektion gehören.

Kleine Verzierungen: Brads, Eyelets und Enamel Dots

Alles, was du zur Deko auf eine Seite setzt, heißt Embellishment. Drei kleine Sorten haben einen eigenen Namen.

Brads sind Musterbeutelklammern: ein Köpfchen mit zwei Beinchen darunter. Du stichst ein Loch, steckst die Beinchen hindurch und biegst sie auf der Rückseite flach. So befestigst du Papier ohne Kleber oder setzt einen dekorativen Punkt. Wenn du einen Brad als Scharnier nimmst, kannst du auch etwas drehbar machen, etwa ein Rädchen oder eine Klappe.

Eyelets sind kleine Metallösen, wie die Löcher in einem Schuh. Du setzt sie mit einem Ösensetzer und einem Hammer oder mit einer speziellen Zange, die Löcher stanzt und die Öse festklemmt. Sie verstärken das Loch in einem Anhänger, damit die Schnur nicht durchreißt. Du kannst auch Band oder Garn durchfädeln oder einen ganzen Rand damit füllen, in verschiedenen Farben und Größen. Eyelets waren eine Zeit lang sehr beliebt und danach etwas weniger, deshalb haben viele Scrapper noch eine Dose davon herumliegen.

Enamel Dots sind flache, glänzende Klebepunkte in allen möglichen Farben, mit einer Klebeschicht auf der Rückseite. Du setzt sie als kleinen Akzent um ein Foto oder einen Titel, oft in Dreiergruppen. Sie sind praktisch, um eine Farbe aus deinem Papier an einer anderen Stelle der Seite wieder aufzugreifen.

Schneiden und Rahmen: Die Cuts, Fussy Cutting und Matting

Ein Die Cut ist eine vorgeschnittene Form. Das kann eine fertige Papierfigur aus einer Packung sein, aber das Wort wird auch für das benutzt, was du selbst mit einer Metallschablone (einer Die) in einer Stanzmaschine ausstanzt oder mit einem Schneideplotter ausschneidest. Blumen, Rahmen, Buchstaben und Labels sind die bekanntesten.

Fussy Cutting ist das Ausschneiden eines auf Papier gedruckten Motivs von Hand, meist mit einer kleinen, scharfen Schere. Du schneidest zum Beispiel eine Blume, ein Vögelchen oder ein Wort aus Designpapier aus und setzt es einzeln auf deine Seite. Das braucht etwas Geduld, aber so holst du mehr aus einem Bogen heraus, den du schön findest. Manchmal siehst du es auch als Fuzzy Cutting geschrieben. Eine kleine Schere mit feiner Spitze macht es deutlich leichter, und ein Schneideplotter mit Scanfunktion kann es bei sehr kleinen Formen übernehmen.

Matting heißt, dass du ein Foto oder ein Stück Text auf ein etwas größeres Stück Cardstock oder Papier klebst, sodass ein Rand drumherum entsteht. Dieser Rand wirkt wie ein Rahmen und hebt das Foto von einem unruhigen Hintergrund ab. Ein paar Millimeter bis ein Zentimeter Rand reichen meistens. Das verwandte Wort Mounting bedeutet einfach, dass du etwas auf Papier befestigst.

Gemeinsam und einkaufen: Crop, Kit und Design Team

Ein Crop ist ein Treffen, bei dem Scrapper gemeinsam an ihren eigenen Seiten arbeiten, zu Hause, in einem Laden oder in einem Saal. Du bringst deine eigenen Sachen mit. Ein Crop über einen Tag oder ein Wochenende heißt auch Crop Day. In den Niederlanden würde man es einen Scrap-Nachmittag nennen.

Verwirrenderweise bedeutet croppen auch etwas anderes: ein Foto zuschneiden, damit der unwichtige Hintergrund wegfällt. Aus dem Satz geht meistens hervor, welche Bedeutung gemeint ist. Sei vorsichtig beim Croppen alter oder einzigartiger Fotos: Einen zugeschnittenen Abzug bekommst du nicht wieder ganz.

Ein Kit ist ein Paket mit Material, das zusammenpasst: Papier, Sticker, Die Cuts und anderer Kleinkram aus einem Thema oder einer Kollektion. Es gibt einzelne Kits und Kits, die du jeden Monat zugeschickt bekommst. Für Anfänger ist ein Kit ein einfacher Einstieg, weil die Farben schon aufeinander abgestimmt sind.

Ein Design Team ist eine Gruppe von Scrappern, die für eine Marke oder einen Laden Seiten und Karten mit neuem Material gestalten, damit andere sehen, was man damit machen kann. Von dort kommt viel Inspiration im Netz. Du siehst auch regelmäßig Challenges: eine Aufgabe mit einem Thema oder Sketch, auf die Scrapper mit ihrer eigenen Seite antworten.

Ein Wort, das dabei oft fällt, ist Scraplift: die Seite von jemand anderem auf deine eigene Art nachmachen. Üblich ist, dann zu erwähnen, woher du die Idee hast.

Digitale Begriffe: Quick Page, Template und Overlay

Beim digitalen Scrapbooking gestaltest du deine Seite am Computer oder Tablet, mit digitalem Papier und digitalen Verzierungen. Ein paar Wörter tauchen dort immer wieder auf.

Eine Quick Page ist eine fertige Seite, auf der Papier und Deko schon zusammengefügt sind. Es gibt nur freie Stellen für deine Fotos. Du legst deine Fotos darunter oder hinein, fügst eventuell Text hinzu und bist fertig. Ideal, wenn du wenig Zeit hast, aber viel verschieben kannst du daran nicht.

Ein Template ist eine Datei mit einzelnen Ebenen in festen Formen: ein Rechteck für ein Foto, ein Streifen für Papier, ein Feld für Text. Du fügst deine eigenen Fotos und Papiere in diese Formen ein, sodass die Aufteilung stimmt, der Inhalt aber ganz deiner ist. Es ist das digitale Gegenstück zu einem Sketch, nur schon passend zugeschnitten.

Ein Overlay ist eine Ebene, die du über deine Seite legst, oft mit transparentem Hintergrund. Denk an ein stempelartiges Muster, Spritzer, einen Rahmen, einen Text oder eine Stoff- oder Papierstruktur. Du kannst Farbe und Deckkraft anpassen, damit es zum Rest passt.

Andere Wörter, die dir begegnen: ein Kit (auch digital ein zusammenpassendes Paket), ein Freebie (etwas, das du kostenlos herunterladen kannst) und ein Printable (eine Datei, die du selbst ausdruckst und auf Papier verwendest). Wer digital und Papier mischt, nennt das Hybrid-Scrapping.

Ein paar Wörter, die oft falsch verstanden werden

  • Acid-free heißt säurefrei. Das sagt etwas darüber aus, wie lange Papier und Kleber gut bleiben und ob deine Fotos davon verfärben.
  • Washi Tape ist dünnes, reißbares Papierklebeband mit Muster, zum Verzieren und zum Befestigen leichter Dinge.
  • Distressing heißt, Papier bewusst alt und benutzt aussehen zu lassen, mit Tinte, Schleifpapier oder durch Aufrauen der Ränder.
  • Ein Shaker ist ein kleines Fenster mit einer durchsichtigen Schicht, hinter der sich lose Pailletten oder Perlen bewegen können.

Du musst diese Liste nicht auswendig lernen. Leg sie neben dich, wenn du einer Anleitung folgst, und nach ein paar Seiten merkst du, dass du selbst von deinem LO und deinem Stapel Cardstock sprichst.

Fragen zu diesem Thema

Was ist ein Layout oder LO beim Scrapbooking?

Ein Layout, oft mit LO abgekürzt, ist eine fertige Scrapbook-Seite mit Hintergrundpapier, Fotos, Deko und Text. Ein Spread ist eine Doppelseite, die als ein Ganzes gestaltet ist.

Was ist der Unterschied zwischen Cardstock, Vellum und Chipboard?

Cardstock ist festes, einfarbiges Papier, das oft als Hintergrund dient. Vellum ist durchscheinendes Papier, ähnlich wie Transparentpapier, und Chipboard ist dicke, gepresste Pappe, aus der oft Figuren und Buchstaben gemacht werden.

Was ist ein Crop beim Scrapbooking?

Ein Crop ist ein Treffen, bei dem Scrapper gemeinsam an ihren eigenen Seiten arbeiten, zu Hause, in einem Laden oder in einem Saal. Croppen kann auch bedeuten, ein Foto zuzuschneiden.

Was ist eine Quick Page beim digitalen Scrapbooking?

Eine Quick Page ist eine fertige Seite, auf der Papier und Deko schon zusammengefügt sind, mit freien Stellen für deine Fotos. Viel verschieben kannst du daran nicht, aber es geht schnell.

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