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Alle Fragen Fragen zum Scrapbooking

Budget und Nachhaltigkeit

Günstig scrappen, selbst machen und wiederverwenden. Die Fragen, die Scrapper am häufigsten stellen, mit einer kurzen und ehrlichen Antwort.

Ist Scrapbooking ein teures Hobby?

Das muss es nicht sein. Mit einem Album, einer Schere, fotosicherem Kleber, etwas Cardstock und einem guten Stift gestaltest du schon schöne Seiten. Teuer wird es vor allem durch alles, was dazukommt, wie neue Kollektionen, Sticker, Stempel und Maschinen.

Fang klein an und schau erst einmal, was du wirklich benutzt. Viele Scrapper merken nach ein paar Seiten, dass sie immer wieder zu denselben Sachen greifen. Kauf erst etwas Neues, wenn es dir bei einer konkreten Seite fehlt. Nutze außerdem Reste und kostenloses Material von zu Hause. So bleibt es auch auf lange Sicht ein bezahlbares Hobby.

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Wo kannst du sparen und wo besser nicht?

Spar bei der Deko, nicht bei allem, was deine Fotos berührt. Billiger Kleber oder schlechtes Plastik kann dazu führen, dass Fotos nach Jahren verfärben oder sich lösen, und das lässt sich nicht mehr reparieren.

Hier darf es günstiger sein:

  • Embellishments und Sticker: mach sie selbst oder nutze Reste
  • Designpapier: ein Block (Paper Pad) ist pro Bogen meist günstiger als einzelne Bögen
  • Werkzeug: eine Schere, ein Cutter und eine Schneidematte reichen lange

Hier lieber nicht:

  • Kleber: säurefrei und fotosicher
  • Prospekthüllen für Seiten: ohne PVC
  • dein Stift: ein Pigmentstift, der nicht verblasst
  • Papier, das direkt an Fotos liegt: säurefrei

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Was von zu Hause kannst du in deinem Scrapbook oder Junk Journal verwenden?

Mehr, als du denkst. Vieles, was du sonst wegwirfst, ist kostenloses Scrapmaterial, vor allem für Junk Journals und Urlaubsalben. Zum Beispiel:

  • Eintrittskarten, Zugtickets und Museumstickets
  • Etiketten von Kleidung, Teebeutel und Verpackungen
  • Briefumschläge mit Muster auf der Innenseite
  • alte Notenblätter, Landkarten und Buchseiten
  • Karton von Müslischachteln für Tags oder einen Einband
  • Knöpfe, Bänder und Stoffreste von alter Kleidung

Vieles davon ist nicht säurefrei. Leg es deshalb lieber nicht direkt an Fotos. Kassenbons sind meist aus Thermopapier und verblassen. Mach eine Kopie oder ein Foto davon, wenn der Text wichtig ist.

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Was machst du mit all deinen Papierresten?

Bewahre sie nach Farben sortiert auf, dann benutzt du sie auch wirklich. Ein Ordner mit Prospekthüllen oder eine kleine Box pro Farbe funktioniert gut. Was du damit machen kannst:

  • schmale Streifen als Rand oder unter einem Titel verwenden
  • Formen stanzen oder ausschneiden, etwa Blümchen, Kreise und Wimpel
  • Tags und Journaling-Kärtchen basteln
  • einen Hintergrund aus kleinen Quadraten legen, wie Patchwork
  • Karten oder Artist Trading Cards machen (Kärtchen von 6,4 × 8,9 cm, 2,5 × 3,5 Zoll)

Schnipsel, die wirklich zu klein sind, kannst du noch für eine Collage in deinem Journal oder als Füllung in einem kleinen Umschlag verwenden.

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Wo findest du kostenlose Printables und digitales Scrappapier?

Viele Designerinnen und Designer stellen kostenloses Papier, Etiketten und Journaling-Kärtchen online, um ihre Arbeit zu zeigen. Such nach Begriffen wie „kostenlose Printables“, „Freebie Scrapbook“ oder „free digital paper“ oder schau auf Pinterest. Auch die Newsletter von Designern bringen oft kostenlose Samples.

Achte aber darauf:

  • lade am besten direkt von der Website der Designer herunter, nicht von Sammelseiten, die Dateien ohne Erlaubnis weiterverbreiten
  • lies die Nutzungsbedingungen
  • kommt ein Downloadlink per Mail nicht an, schau in deinem Spam-Ordner nach

Wenn du sie für ein Papieralbum ausdruckst, nimm festes mattes Papier oder Fotopapier.

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Brauchst du teure Maschinen wie einen Schneideplotter oder eine Stanzmaschine?

Nein, du kannst wunderbar mit einer Schere, einem Cutter mit Lineal und einer Schneidematte scrappen. Ein Papierschneider ist praktisch für gerade Kanten, aber für den Anfang brauchst du ihn nicht. Stanzmaschinen und Schneideplotter machen Spaß für Formen und Buchstaben, sind aber ein Luxus und keine Grundausstattung.

Ohne Maschine geht es auch so:

  • Formen oder Buchstaben ausdrucken und ausschneiden
  • eine Schablone oder Ausstechform auf Papier nachzeichnen
  • nur für Formen, die du oft nutzt, einen Motivstanzer kaufen

Wenn du unsicher bist, probier eine Maschine erst bei jemand anderem oder bei einem Scrap-Treffen aus, bevor du selbst eine kaufst.

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Wie machst du Embellishments selbst?

Mit Papierresten, Karton und Sachen von zu Hause machst du viel Deko selbst. Embellishments sind alle Extras auf deiner Seite, wie Tags, Blumen und Knöpfe. Ein paar Ideen:

  • Tags aus dem Karton einer Müslischachtel ausschneiden, mit einem Loch und einem Stück Schnur
  • Blumen aus aufgerollten Papierstreifen oder gestapelten Stanzformen machen
  • Formen aus dünnem Karton ausschneiden, als günstige Alternative zu Chipboard (dicker gepresster Karton)
  • Knöpfe und Bänder von alter Kleidung verwenden
  • Etiketten von Kleidung oder Verpackungen wiederverwenden

Wenn der Karton nicht säurefrei ist, kleb ihn nicht direkt auf ein Foto.

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Kannst du Designpapier selbst machen?

Ja, mit Stempeln, Schablonen oder Farbe machst du aus einfachem Cardstock dein eigenes Designpapier. So stimmst du die Farben genau auf deine Fotos ab. Ein paar Möglichkeiten:

  • einen kleinen Stempel in einem regelmäßigen oder zufälligen Muster wiederholen
  • mit einer Schablone und einem Schwämmchen Tinte oder Farbe auftragen
  • Farbe mit Luftpolsterfolie, dem Rand einer Klopapierrolle oder einem Korken stempeln
  • Spritzer mit verdünnter Farbe und einem Pinsel machen
  • Papier mit Tinte oder kaltem Tee färben

Nimm bei nassen Techniken festes Papier, sonst wellt es sich.

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Wie machst du Sticker selbst?

Am einfachsten druckst du auf Stickerpapier, du kannst aber auch ausgeschnittene Bilder selbst klebend machen. Du hast drei Möglichkeiten:

  • Stickerpapier: wähle eine Sorte, die zu deinem Drucker passt, Tintenstrahl oder Laser
  • doppelseitiges Klebeband oder ein Kleberoller auf der Rückseite eines ausgeschnittenen Bildes
  • Transfer mit breitem Paketklebeband: kleb das Band auf einen Laserdruck oder eine Zeitschriftenseite, weich das Papier in Wasser ein und rubbel es weg

Für die letzte Methode funktioniert ein Tintenstrahldruck nicht, weil sich die Tinte in Wasser löst. Bleibt ein weißer Schleier zurück, rubbel vorsichtig mit einem nassen Finger noch ein paar Papierfasern weg.

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Kannst du Zeitungen, Zeitschriften und Landkarten verwenden?

Ja, aber Zeitungspapier ist säurehaltig und vergilbt schnell. Es kann die Säure auch an Fotos abgeben, die daran liegen. Zeitschriftenpapier und Landkarten sind oft etwas besser, aber meist auch nicht säurefrei.

So verwendest du es trotzdem sicher:

  • leg einen Bogen säurefreies Papier zwischen den Ausschnitt und dein Foto
  • nimm eine Kopie oder einen Scan auf säurefreiem Papier, wenn es vor allem um den Text geht
  • behandle Ausschnitte mit einem Entsäuerungsspray

In einem Junk Journal oder Art Journal ohne Originalfotos kannst du es ganz unbesorgt verwenden.

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Darfst du kostenlose Printables teilen oder etwas damit verkaufen?

Meistens nicht. Kostenlos heißt fast immer: nur für den persönlichen Gebrauch. Du darfst die Datei ausdrucken und in deinem eigenen Album verwenden, aber du darfst sie nicht weiterschicken, online stellen oder weiterverkaufen. Das gilt auch, wenn du sie ein bisschen veränderst.

Wenn du etwas verkaufen willst, das du damit machst, etwa Karten oder Tags, schau in die Nutzungsbedingungen. Manche Designer erlauben eine begrenzte kommerzielle Nutzung, manchmal bis zu einer bestimmten Stückzahl, andere gar nicht. Steht nichts dabei, frag die Designerin oder den Designer. Wenn du etwas mit Freunden teilen willst, schick ihnen den Link zur Originalseite.

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Wann kaufst du Scrapmaterial am günstigsten?

Kurz nach einem Feiertag oder einer Saison, wenn thematisches Material in den Ausverkauf geht. Weihnachtspapier im Januar oder Sommersticker am Ende des Sommers sind oft stark reduziert, und ein Jahr später kannst du sie ganz normal verwenden.

Weitere Möglichkeiten, günstig zu kaufen:

  • ältere Kollektionen werden billiger, wenn neue herauskommen
  • ein Papierblock ist pro Bogen meist günstiger als einzelne Bögen
  • mach vorher eine kleine Liste und leg einen Betrag für dich fest, damit du nicht spontan kaufst

Kauf im Ausverkauf nur, was du wirklich zu nutzen glaubst. Eine volle Schublade mit unbenutzten Schnäppchen kostet auch Geld.

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Ist es eine gute Idee, Scrapmaterial gebraucht zu kaufen oder zu tauschen?

Ja, so bekommst du oft viel Material für wenig Geld. Scrapper, die aufhören oder aussortieren, verkaufen manchmal ganze Kisten über Second-Hand-Plattformen. In Second-Hand-Läden findest du regelmäßig Stempel, Papier und Alben.

Achte aber darauf:

  • alte Sticker und Klebebänder können ihre Klebkraft verlieren
  • Stempelkissen können ausgetrocknet sein
  • vergilbte Alben oder alte Plastikhüllen nimmst du lieber nicht für Fotos

Tauschen geht auch. Nimm Material, das du nicht benutzt, zu einem Scrap-Treffen mit oder verabrede dich mit anderen Scrappern. So bekommt es ein zweites Leben und du hast wieder etwas Neues.

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Ist digitales Scrapbooking günstiger?

Das kann sein, weil du kein Papier, keinen Kleber und keine Deko kaufen musst und digitales Papier endlos wiederverwenden kannst. Es gibt kostenlose Programme wie GIMP, und Online-Designtools wie Canva haben oft eine kostenlose Version, die für einfache Seiten reicht. Außerdem gibt es viele kostenlose digitale Kits.

Die Kosten stecken im Drucken: Ein Fotobuch oder einzelne Abzüge in 30 × 30 cm sind nicht umsonst. Du brauchst auch einen Computer oder ein Tablet. Wenn du deine Seiten vor allem am Bildschirm anschaust, kommst du am günstigsten weg. Eine Zwischenform ist hybrides Scrapbooking: digital gestalten und auf Papier fertigstellen.

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Lohnt sich ein Kit-Abo?

Das hängt davon ab, wie schnell du dein Material aufbrauchst. Ein monatliches Kit gibt dir Papier, Sticker und Deko, die zusammenpassen, plus einen festen Moment zum Scrappen. Das ist praktisch, wenn du wenig Zeit hast, selbst zu kombinieren.

Der Nachteil: Bleiben die Kits liegen, zahlst du für einen wachsenden Stapel. Probier deshalb erst ein einzelnes Kit und schau, ob du das Abo pausieren oder einen Monat überspringen kannst. Kündige, wenn du hinterherhinkst. Rechne auch kurz nach, ob du dieselben Sachen einzeln nicht günstiger bekommst.

Wie machst du ein Album oder Journal selbst aus Karton?

Nimm festen Karton von Versandkartons oder Müslischachteln als Einband und binde Papier dazwischen. Für einen stabilen Einband klebst du zwei Lagen dünnen Karton aufeinander.

So gehst du vor:

  • schneide zwei Einbanddeckel etwas größer als deine Seiten zu
  • beziehe sie mit Geschenkpapier, einer alten Landkarte oder einem Stück Stoff
  • binde die Seiten mit Buchringen oder einem Gummiband durch den Falz, oder näh sie mit einem einfachen Stich durch den Rücken

Als Seiten kannst du alte Briefumschläge, Papiertüten, Zeichenpapier oder Cardstock-Reste verwenden. So ein Album ist ideal als Junk Journal oder Urlaubsbüchlein.

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Wie druckst du quadratische Seiten auf A4?

Wähle im Druckfenster „An Seite anpassen“ oder „Passend skalieren“, damit das ganze Quadrat sichtbar bleibt. Eine Seite von 30 × 30 cm (12 × 12 Zoll) wird auf A4 dann etwa 19 bis 20 cm breit, mit weißen Rändern. Wählst du „Füllen“, fällt ein Teil des Designs weg.

Schau immer zuerst in die Druckvorschau. Wenn du die Seite in Originalgröße möchtest, lass sie bei einem Fotoservice drucken, der 30 × 30 cm anbietet. Quadrate bis etwa 19 × 19 cm passen in Originalgröße auf A4. Das ist praktisch für ein Mini-Album.

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Kannst du Geschenkpapier wiederverwenden?

Ja, schönes Geschenkpapier ist prima Designpapier für Hintergründe, Fotomatten oder kleine Umschläge. Öffne Geschenke vorsichtig, lös das Klebeband in Ruhe ab und streich das Papier gleich glatt. Bewahre es aufgerollt oder flach in einer Kiste auf, dann bleibt es knitterfrei.

Falten bügelst du auf niedriger Stufe ohne Dampf heraus, mit einem Bogen Backpapier dazwischen. Mach das nicht mit Folien- oder Glanzpapier, denn das kann schmelzen. Geschenkpapier ist oft dünn und nicht säurefrei. Kleb es für mehr Stabilität auf Cardstock und leg es nicht direkt an Fotos. Auch Papiertüten, Seidenpapier und braunes Kraftpapier lassen sich gut verwenden.

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Kannst du das Trägerpapier von Stickerbögen wiederverwenden?

Ja, das glänzende Silikonpapier hinter deinen Stickern ist wiederverwendbar, weil fast nichts dauerhaft daran haften bleibt. Wirf es also nicht weg. So kannst du es nutzen:

  • angebrauchte Sticker und einzelne Buchstaben darauf aufbewahren
  • Stückchen Washi Tape darauf kleben, als Musterkarte oder kleinen Vorrat
  • Sticker und Tape vorübergehend darauf ablegen, während du eine Seite planst
  • als Unterlage beim Kleben, weil Kleber kaum daran haftet

Ein altes Stickerbuch mit solchen Seiten ist auch praktisch, um deine Sammlung einzelner Sticker darin aufzubewahren.

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Wie machst du Löcher ohne Locher?

Mit einer Ahle oder einer dicken Nadel kommst du schon sehr weit. Leg dein Papier auf eine Schneidematte, ein Stück Karton oder ein altes Mauspad und stich von oben hindurch. Für ein größeres Loch drehst du die Ahle oder schneidest vorsichtig mit der Spitze einer Schere nach.

So bleiben die Löcher ordentlich:

  • mach dir eine Schablone aus einem Papierstreifen mit den Löchern an der richtigen Stelle
  • stich durch alle Lagen gleichzeitig, dann liegen die Löcher genau übereinander
  • verstärke das Loch mit einer Öse (Eyelet) oder einem Kartonring, damit es nicht ausreißt

Ein Locher ist praktisch, aber du brauchst ihn nicht.

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