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Tipps · 7 Min. Lesezeit

Scrapbook-Material aufbewahren: Papier, Sticker und Washi Tape

Papier, das sich wellt, Sticker, die du vergisst, und Tape ganz unten in einer Schublade. So bewahrst du dein Material so auf, dass du es siehst, greifst und auch wirklich benutzt.

Nahaufnahme farbiger Papierstapel in Rot, Lila, Türkis und Blau auf Metallregalen
Foto: Sergey Meshkov · Pexels

Es fängt mit einem Päckchen Papier und ein paar Bögen Sticker an. Ein paar Jahre später steht eine Kiste unter dem Bett, Tape-Rollen liegen in drei Schubladen, und du kaufst einen Sticker, den du offenbar schon hast. Aufräumen ist kein Selbstzweck. Es geht darum, dass du siehst, was du hast, damit du es auch benutzt.

Womit du beim Aufräumen anfängst

Hol alles hervor. Wirklich alles, aus jeder Kiste und jeder Schublade, und leg es auf einen großen Tisch oder auf den Boden. Erst wenn alles beisammen liegt, siehst du, wie viel du hast und wo die doppelten Sachen stecken.

Mach danach grobe Stapel:

  • Papier und Cardstock (fester, einfarbiger Karton)
  • Sticker, Buchstaben und Die Cuts (ausgestanzte Formen)
  • Washi Tape und anderes Klebeband
  • Embellishments, die kleinen Verzierungen wie Knöpfe, Brads und Pailletten
  • Werkzeug: Scheren, Kleber, Stifte, Stempel und Stempelfarbe

Stell dir bei jedem Stapel ein paar Fragen. Was benutze ich oft? Was habe ich seit Monaten nicht angefasst? Was habe ich doppelt? Was dir nicht mehr gefällt, darf weg oder zu einer anderen Scrapperin. Ein Scrap-Nachmittag oder eine Tauschecke in einer Gruppe ist dafür ein guter Ort.

Die wichtigste Regel kommt jetzt: Halte deine Scrap-Sachen beisammen. Ob das eine einzige Tasche ist, die du mit an den Esstisch nimmst, oder eine ganze Wand im Bastelzimmer, es muss an einem Ort stehen.

Papier in 30 x 30: stehend oder liegend

Das große Format, 30,5 x 30,5 cm (12 x 12 Zoll), ist knifflig. Es passt nicht in normale Ordner oder A4-Ablagen. Es gibt zwei Arten, es aufzubewahren, und welche am besten ist, hängt davon ab, wie viel du hast.

Hast du wenig Papier, leg es flach. In einer flachen Box oder Schublade bleibt es gerade und kann sich nicht wellen. Ein Nachteil von Stapelboxen mit hohem Rand: Wenn sie voll sind, bekommst du den untersten Bogen schwer heraus. Auch in einem großen offenen Fach liegen die unteren Bögen weit weg.

Hast du viel Papier, stell es aufrecht. Du blätterst es durch wie eine Kiste mit Schallplatten und findest schneller den einen Farbton oder das eine Muster. Es braucht auch weniger Platz. Eine Falle gibt es aber: In einem halb leeren Stehhalter biegt sich das Papier durch. Stell ihn also ziemlich voll oder setz Trennwände ein, damit jedes Fach gefüllt bleibt.

Viele Scrapper nutzen ein Fächerregal mit quadratischen Fächern von etwa 33 cm. Da passt 12-x-12-Papier hinein, ohne sich zu biegen. Wer handwerklich geschickt ist, teilt so ein Fach mit dünnen Brettchen auf Leisten auf. So bekommst du pro Fach zehn oder zwölf Ebenen, und jeder Bogen ist erreichbar. Ein Baumarkt schneidet Plattenmaterial oft auf Maß zu. Miss aber vorher nach: Nicht jede Box oder Briefablage im A4-Format passt in so ein Fach.

Wähl nach Möglichkeit etwas, das in beide Richtungen funktioniert, liegend und stehend. Deine Sammlung wächst, und dann willst du nicht alles neu kaufen.

Reste nach Farbe oder nach Art sortieren

Reste sind die Stücke, die nach dem Schneiden übrig bleiben: zu klein für einen Hintergrund, zu schön zum Wegwerfen. Sie sind praktisch für Matten hinter Fotos, Labels und kleine Streifen. Wertlos werden sie nur, wenn sie in einer großen Tüte verschwinden.

Nach Farbe sortieren funktioniert gut, wenn du deine Seiten von der Farbe aus aufbaust. Leg die Reste in Mappen oder Schälchen von warm nach kühl: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Lila und ein Fach für Neutrales und Schwarz-Weiß. Du siehst auf einen Blick, was zu deinem Foto passt.

Nach Art sortieren funktioniert besser, wenn du oft etwas Bestimmtes suchst, etwa Karos, Blumen, einfarbigen Cardstock oder Weihnachtspapier. Du kannst auch nach Thema oder Jahreszeit ordnen: Geburtstag, Urlaub, Feiertage.

Ein paar Tipps, damit es übersichtlich bleibt:

  • Bewahr Reste stehend in einer schmalen Box oder in Hängemappen auf, dann kannst du sie durchblättern.
  • Wirf Stückchen weg, die kleiner als eine Spielkarte sind, oder steck sie in ein Schälchen für Stanzer und kleine Formen.
  • Manche Scrapper bewahren ihre allerkleinsten Schnipsel gerade unsortiert in einer schönen Dose auf und wählen nach Gefühl. Das geht auch, solange es bei einer Dose bleibt.

Sticker sichtbar und mitnehmbar aufbewahren

Sticker, die in ihrer Tüte bleiben, benutzt du fast nie. Jedes Mal musst du sie herausholen, anschauen und wieder zurückstecken, und dieser kleine Schritt reicht schon, um es zu lassen. Was du siehst, benutzt du.

Ein Stickerbuch mit durchsichtigen Einstecktaschen ist deshalb die einfachste Lösung. Du blätterst darin wie in einem Fotoalbum. Ein Ringbuch im A5-Format mit klaren Prospekthüllen funktioniert genauso gut und lässt sich erweitern. Halte Sticker aus derselben Serie zusammen, und pack nach vorne, was du oft benutzt.

Lose kleine Sticker und Reste von einem Bogen kannst du auf Silikonpapier umkleben, das glatte Trägerpapier, auf dem Sticker auch sitzen. Sie lösen sich leicht wieder, und du siehst genau, was du noch hast. Klebe stark haftende Sticker nicht monatelang auf eine Plastikfolie: Sie können die Oberfläche beschädigen, wenn du sie abziehst.

Willst du es einfach halten, kleb ganze Stickerbögen mit Washi Tape aus Papier in ein altes Heft. Das kostet nichts, und das Tape geht später meist wieder ab, ohne dass das Papier reißt.

Ein paar praktische Details:

  • Lass Bögen, die du oft benutzt, ein Stück aus der Hülle herausschauen.
  • Leg Löschpapier oder Backpapier zwischen Bögen, die aneinanderkleben.
  • Mach für jede Gruppe einen Reiter mit einem typischen Sticker darauf, dann musst du nicht das ganze Buch durchblättern.
  • Ein Gummiband um das Buch hält alles zu, wenn du es mitnimmst.

Washi Tape aufbewahren

Washi Tape (dünnes bedrucktes Klebeband aus Papier) willst du sehen. Rollen in einer Kiste vergisst du. Ein paar Varianten, die funktionieren:

  • Aufrecht in einer Schublade oder Box, wie Büchlein nebeneinander, sodass du alle Seiten siehst.
  • Auf einem Stab oder an einem Wandregal, wenn du Platz über deinem Tisch hast.
  • Ein Stück von jeder Rolle auf einen Bogen Silikonpapier kleben, mit einer Nummer daneben. Dieser Bogen ist deine Farbkarte.
  • Für unterwegs ein kleines Stück auf einen Strohhalm oder ein Kärtchen wickeln, damit du nicht die ganze Rolle mitnimmst.

Eine Fächermappe ist praktisch zum Mitnehmen: pro Fach ein Thema, mit Tape-Streifen und Stickern beisammen. Nimm ein kleines Format, denn ein großes Exemplar wird schnell klobig.

Aufbewahren auf wenig Platz

Nicht jede hat ein Bastelzimmer. Oft ist es eine Ecke im Wohnzimmer oder ein Teil eines gemeinsamen Arbeitszimmers. Dann klappt es so:

  • Geh in die Höhe. Wandbretter, eine Lochwand für Scheren und Lineale und ein Regal über dem Tisch machen deine Arbeitsfläche frei.
  • Nutze die Innenseite einer Tür. Ein Schuhorganizer mit durchsichtigen Fächern passt dort hin und ist ideal für Kleber, Stifte und Farbe.
  • Nimm einen Rollwagen. Du schiebst ihn an den Tisch, wenn du scrappst, und stellst ihn danach weg.
  • Durchsichtige Stapelboxen zeigen, was drin ist, ohne dass du sie öffnen musst.
  • Eine Pillendose oder eine Eiswürfelform mit großen Fächern eignet sich prima für Knöpfe und Brads.

Mach es dir auch mit einer festen Arbeitstasche oder Kiste leicht. Alles, was du für eine Seite brauchst, ist darin, und danach geht sie wieder zu.

Ein System, das du durchhältst

Das schönste System hilft nicht, wenn du es nach einer Woche aufgibst. Halte es deshalb einfach.

  1. Gib allem einen festen Platz und klebe ein Label drauf. Auch auf Kisten und Schubladen.
  2. Richte ein Fach für Neukäufe ein. Was du gerade gekauft hast, kommt erst dort hinein, bis du Zeit hast, es wegzuräumen.
  3. Setz dir eine Grenze. Ist die Box für Musterpapier voll, muss erst etwas raus, bevor etwas dazukommt.
  4. Plan eine kurze Aufräumrunde ein, einmal im Monat oder pro Jahreszeit. Eine halbe Stunde reicht.
  5. Führ eine kleine Liste mit dem, was du schon hast, oder mach ein Foto von deinem Stickerbuch auf dem Handy. Dann stehst du im Laden nicht ratlos da.

Und leg deine halbfertigen Seiten in eine feste Mappe, mit einem Klebezettel darauf, was noch zu tun ist. Dann vergisst du nicht, dass noch ein Stück Journaling dazugehört.

Das Ziel ist kein Platz, der in einer Zeitschrift gut aussieht. Das Ziel ist, dass du dich hinsetzt, nimmst, was du brauchst, und anfängst.

Fragen zu diesem Thema

Wie bewahrt man Scrapbook-Papier in 30 x 30 cm am besten auf?

Hast du wenig Papier, leg es flach in eine Box oder Schublade. Hast du viel, stell es aufrecht, damit du es durchblättern kannst, und sorg dafür, dass der Halter ziemlich voll bleibt, damit sich das Papier nicht durchbiegt.

Wie bewahrt man Sticker und Washi Tape auf?

Ein Stickerbuch mit durchsichtigen Hüllen oder ein Ringbuch mit Prospekthüllen zeigt dir, was du hast. Washi Tape stellst du aufrecht in eine Box, damit du alle Rollen siehst.

Wie sortiert man Reste von Scrapbook-Papier?

Sortiere nach Farbe, wenn du deine Seiten von der Farbe aus aufbaust, und nach Art oder Thema, wenn du oft ein bestimmtes Muster suchst. Bewahr sie stehend in einer schmalen Box oder in Hängemappen auf.

Wie bewahrt man Scrapbook-Sachen auf wenig Platz auf?

Geh mit Wandbrettern in die Höhe, nutze die Innenseite einer Tür oder einen Rollwagen und nimm durchsichtige Boxen. Mit einer festen Arbeitstasche oder Kiste hast du alles für eine Seite beisammen.

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