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Ideen · 7 Min. Lesezeit

December Daily: ein Album für den ganzen Dezember

Jeden Tag im Dezember eine Seite: So bereitest du ein December Daily im November vor und bleibst dran, auch wenn der Monat voll ist.

Fünf ausgeschnittene weiße Papier-Tannenbäume mit silbernen Glitzersternen und grünen Zweigen auf knallgelbem Hintergrund
Foto: Tamanna Rumee · Pexels

Im Dezember passiert am meisten und wird am wenigsten aufbewahrt. Die Fotos bleiben auf deinem Handy, die Zeichnungen der Kinder landen im Januar im Altpapier. Ein December Daily hält diese Wochen in einem kleinen Buch fest, mit einer Seite für jeden Tag. Das Schöne daran: Die meiste Arbeit ist schon erledigt, bevor der Dezember beginnt.

Was ist ein December Daily?

Ein December Daily ist ein Minialbum, in dem du den Dezember Tag für Tag festhältst. Die Idee stammt von der amerikanischen Scrapbook-Designerin Ali Edwards, und inzwischen machen Scrapper in vielen Ländern mit.

Der klassische Aufbau ist einfach: ein Album mit 25 nummerierten Seiten, vom 1. bis zum 25. Dezember. Für jeden Tag klebst du ein Foto ein, schreibst ein paar Sätze dazu und ergänzt manchmal einen Kassenzettel, eine Karte oder eine Zeichnung. Es muss kein Kunstwerk werden. Es geht um die kleinen Dinge: den Baum, der ins Haus kommt, das erste Eis auf der Autoscheibe, den Schokoladenbuchstaben, der am 3. Dezember schon halb aufgegessen ist.

Viele Scrapper mögen gerade, dass das Projekt ein Ende hat. Wer ein Wochenalbum oder Jahresprojekt nach ein paar Monaten liegen lässt, schafft einen Monat oft trotzdem. Am 1. Januar hast du ein ganzes Buch.

Warum du es im November vorbereitest

Die goldene Regel des December Daily: Bau das Album vor dem Dezember zusammen. Dann musst du im Dezember nicht schneiden und suchen, sondern nur noch Fotos drucken und etwas aufschreiben. So bist du mittendrin, statt mit dem Kopf am Basteltisch zu sitzen.

Eine gute Vorbereitung im November sieht so aus:

  1. Wähl ein Album. Ein Ringbuch im Format 15 × 20 cm (6 × 8 Inch) oder 15 × 15 cm (6 × 6 Inch) ist üblich. Klein genug, um es fertigzumachen, groß genug für ein Foto und etwas Text.
  2. Denk daran, dass es wächst. Das Buch wird durch Fotos, Umschläge und Karten jeden Tag dicker. Nimm ein Ringbuch mit größeren Ringen oder ein Album, in das du Seiten einfügen kannst.
  3. Gestalte die Seiten vorab. Kleb Hintergründe auf, schreib die Tagesnummern darauf und füll schon ein paar Felder oder Karten mit Papier oder einem kurzen Weihnachtsspruch.
  4. Lass Platz für das Foto. Beklebe nicht alles. Oft entscheidet erst das Foto, wie die Seite wird, also mach manche Seiten ruhig nur halb fertig.
  5. Leg dir ein kleines Arbeitsset bereit. Eine Schachtel mit Kleber, Schere, Stift, Washi Tape und den Ausschnitten, die zum Album gehören. So kannst du einen Tag in zehn Minuten nachtragen.

Viele Scrapper gestalten das Cover zuletzt. Mit den Resten deines Papiers und deiner Deko zeigt das Cover dann gleich, welche Farben und welche Stimmung im Inneren stecken.

Kit kaufen oder selbst zusammenstellen

Im Herbst erscheinen jede Menge December-Daily-Kits: Sets mit Papier, nummerierten Karten, Stickern und manchmal einem Album. Praktisch, wenn du wenig Zeit hast oder gern alles aufeinander abgestimmt hast. Auch Pocket-Alben mit fertigen Karten in verschiedenen Größen funktionieren gut, weil du eine Karte einfach in ein anderes Fach schieben kannst, wenn sie dir nicht gefällt.

Trotzdem brauchst du oft weniger, als du denkst. Schau zuerst in deinen eigenen Vorrat. Weihnachtspapier aus den Vorjahren veraltet kaum, und Reste früherer Minialben, Umschläge, Transparentpapier und einzelne Zahlen kannst du alle gut gebrauchen.

Zwei Dinge helfen, wenn du selbst zusammenstellst:

  • Wähl eine begrenzte Farbpalette, zum Beispiel Kraft, Weiß, Schwarz und Gold mit hier und da einer Farbe. Dann passen auch Reste aus verschiedenen Sets zusammen.
  • Schreib ehrlich auf, was du hast und was dir wirklich fehlt. Nimm Dinge aus dem Warenkorb, die dein eigener Vorrat schon ersetzt.

Eine häufige Falle: aus Begeisterung ein großes Kit kaufen und deshalb dann ein schlechtes Gewissen bekommen. Ein Stapel Weihnachtspapier, den du unbedingt aufbrauchen musst, macht das Scrappen eher schwerer als schöner. Nimm, was dir Freude macht, und verschenk den Rest ruhig.

Arbeitest du lieber digital oder halb digital, geht das auch. Druck digitale Elemente auf festes, mattes Papier, schneid sie aus und kleb sie in dein Album. Mehr als einen Drucker, eine Schere und Kleber brauchst du nicht.

Sinterklaas, Weihnachten und Silvester in einem Album

Die ursprüngliche Idee endet am ersten Weihnachtsfeiertag. In den Niederlanden und Belgien beginnt der Dezember mit Sinterklaas und endet mit Oliebollen und Feuerwerk. Gerade diese Mischung macht ein niederländisches December Daily besonders.

Du entscheidest selbst, bis wann du weitermachst. Viele Scrapper füllen den ganzen Monat bis einschließlich 31. Dezember, weil in den letzten Tagen noch Familienbesuche und Silvester kommen. Andere hören nach Weihnachten auf und machen aus der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr eine Sammelseite. Wer möchte, macht sogar bis Heilige Drei Könige am 6. Januar weiter und gibt dem Album einen allgemeinen Titel wie „Unsere Feiertage“ mit der Jahreszahl.

Ein paar Ideen, wie alle Feste ihren Platz bekommen:

  • Nutz die ersten Tage für Sinterklaas: den Schuh hinstellen, eine Überraschung im Entstehen, das Gedicht, das du um Mitternacht noch geschrieben hast. Ein Gedicht oder einen Wunschzettel faltest du klein in einen Umschlag auf der Seite.
  • Lass den Weihnachtsbaum den Wendepunkt sein. Viele Scrapper beginnen den Weihnachtsteil an dem Tag, an dem der Baum ins Haus kommt.
  • Heb Silvester und Neujahr für die letzte Seite auf: die Liste mit guten Vorsätzen, die Oliebollen, ein Foto der leeren Straße am Neujahrsmorgen.

Entscheidest du dich für 31 Tage, bereite gleich 31 Seiten vor und rechne mit einem dickeren Buch. Halt die letzte Woche eventuell flach, nur mit Fotos und Karten, damit das Album noch zugeht.

Tage ohne etwas Besonderes

Nicht jeder Dezembertag ist ein Fest. Es gibt Arbeitstage, verregnete Sonntage und Abende, an denen du um neun auf dem Sofa einschläfst. Auch diese Tage gehören dazu, und im Nachhinein liest man sie oft am liebsten.

Was du an so einem Tag festhalten kannst:

  • etwas von zu Hause: die Weihnachtsdeko, eine Kerze, den Kartenstapel auf der Fensterbank
  • eine ganz normale Routine: das Frühstück, das Fahrrad im Frost, das Schultor um halb neun
  • etwas, das du aufgehoben hast: einen Kassenbon vom Weihnachtseinkauf, eine Kinokarte, das Etikett vom Stollen
  • einen kurzen Gedanken: worauf du dich freust, was du vermisst, was du an dem Tag gehört hast

Vergisst du, ein Foto zu machen, kleb etwas anderes ein. Eine Bäckertüte oder eine Kinokarte in einem Umschlag erzählt dieselbe Geschichte.

Wenn dir ein Leitfaden hilft, schreib im November eine Liste mit kurzen Fragen oder Aufgaben. Was stand heute auf dem Tisch? Welches Lied hattest du im Kopf? An einem ruhigen Tag nimmst du dir eine davon und bist in fünf Minuten fertig. Du kannst auch ein paar ruhige Tage auf einer Seite zusammenfassen. Das Album wird dadurch nicht weniger schön.

Dranbleiben, wenn der Dezember voll ist

Der Dezember ist ein voller Monat, und genau deshalb kann ein December Daily schwierig werden. Es hilft, das Projekt leicht zu halten.

  • Sammle jeden Tag, kleb später. Mach ein Foto, steck eine Karte in einen Umschlag oder schreib drei Wörter auf einen Zettel. Einkleben kannst du in einer ruhigen Stunde am Ende der Woche.
  • Druck Fotos auf einmal. Leg so lange ein Stück Papier in Fotogröße auf die Seite und schreib darauf, welches Foto dorthin gehört.
  • Plan Aktivitäten, keine Pflichten. Überleg dir, was du wirklich machen willst, etwa Lichter anschauen oder zusammen Plätzchen backen, und lass den Rest los. Dein Album handelt von deinem Dezember, nicht von einem vollen Terminkalender.
  • Lass die Deko weg, wenn es zu viel wird. Ein Tag mit nur einem Foto und einem Satz ist ein guter Tag.
  • Akzeptier, dass du hinterherhängst. Viele Scrapper machen ihr Album erst im Januar fertig. Dann liest du gleich den ganzen Monat noch einmal nach.

Ein Album, das voll wird, kannst du aufteilen. Manche Scrapper nehmen zwei kleine Alben, eins für Sinterklaas und die Zeit davor und eins für Weihnachten und den Jahreswechsel.

Das Buch im Jahr danach

Ein December Daily wird schöner, je mehr es davon gibt. Wer jedes Jahr dasselbe Format wählt, bekommt im Regal eine Reihe kleiner Bücher, die du im November, bevor du mit dem neuen beginnst, eins nach dem anderen durchblätterst. Du siehst die Kinder wachsen, den Baum seinen Platz wechseln und Traditionen entstehen.

Fang also nicht mit dem Wunsch an, alles perfekt zu machen. Fang mit 25 oder 31 leeren Seiten an und mit der Abmachung mit dir selbst, dass jeder Tag etwas sein darf, egal wie klein.

Fragen zu diesem Thema

Was ist ein December Daily?

Ein Minialbum, in dem du den Dezember Tag für Tag festhältst, meist mit einer Seite pro Tag. Für jeden Tag klebst du ein Foto ein, schreibst ein paar Sätze und ergänzt manchmal einen Kassenzettel, eine Karte oder eine Zeichnung.

Wann fängt man mit einem December Daily an?

Am besten im November. Bau das Album dann schon zusammen, mit Hintergründen und Tagesnummern, damit du im Dezember nur noch Fotos drucken und etwas aufschreiben musst.

Braucht man ein Kit für ein December Daily?

Nein. Ein Kit ist praktisch, wenn du wenig Zeit hast, aber mit deinem eigenen Vorrat und einer begrenzten Farbpalette kommst du auch weit.

Wie bleibt man beim December Daily dran, wenn der Dezember stressig ist?

Sammle jeden Tag etwas und kleb es später ein, zum Beispiel in einer ruhigen Stunde am Ende der Woche. Lass die Deko weg, wenn es zu viel wird, und akzeptier, dass du hinterherhängst.

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