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Material · 7 Min. Lesezeit

Washi Tape verwenden: zehn Ideen für dein Scrapbook und Journal

Washi Tape reißt du mit den Fingern ab, und du kannst es wieder versetzen. Was es genau ist, worauf es hält und zehn Ideen, wie du es auf deinen Seiten verwendest.

Sechs Rollen Washi Tape mit Glitzer und Mustern in Blau, Gold und Lila auf hellem Untergrund
Foto: Joseph Rodriguez · Pexels

Washi Tape ist oft das Erste, was sich Scrapper kaufen, und man sieht sich nicht so schnell daran satt. Eine Rolle kostet wenig, du reißt sie mit den Fingern ab und löst sie wieder, wenn du es dir anders überlegst. Hier liest du, was es genau ist, worauf es gut hält und worauf nicht, und zehn Ideen, wie du es in deinem Buch verwendest.

Was Washi Tape ist

Washi bedeutet japanisches Papier: wa steht für japanisch, shi für Papier. Washi Tape ist ein dünnes Klebeband aus Papier, das ursprünglich aus Japan kommt. Es gibt es in Uni-Farben und mit Streifen, Punkten oder Blumen, aber auch mit ganzen Zeichnungen, die über die Rolle durchlaufen.

Zwei Eigenschaften machen es so praktisch. Die Klebeschicht ist leicht, deshalb kannst du einen Streifen meist ohne Kleberückstände ablösen und neu aufkleben. Und das Papier ist dünn und leicht durchscheinend, deshalb reißt es von Hand gerade und sauber ab. Es gibt schmale Röllchen von ein paar Millimetern und breite Rollen von mehreren Zentimetern.

Washi Tape oder Malerkrepp

Hier entsteht oft Verwirrung. In Japan heißt Washi Tape oft einfach Masking Tape, deshalb ist in ausländischen Videos und Blogs mit Masking Tape oft Washi gemeint. In den Niederlanden denkt man bei „maskingtape“ dagegen an Abklebeband aus dem Baumarkt.

Beide sind aus Papier mit einer leichten Klebeschicht, unterscheiden sich aber in ein paar Punkten:

  • Abklebeband ist aus Krepppapier, dicker und steifer, meist beige oder weiß und nicht durchscheinend.
  • Washi Tape ist dünner und glatter, leicht durchscheinend und bedruckt, und es reißt sauberer ab.
  • Abklebeband ist dafür gemacht, nach einer Arbeit wieder zu verschwinden, nicht um jahrelang in einem Buch zu bleiben.

Nimm Abklebeband also ruhig als Hilfsmittel, zum Beispiel um etwas vorübergehend zu fixieren, während du noch schiebst. Für alles, was auf der Seite bleibt, nimmst du Washi.

Zehn Ideen, wie du es verwendest

  1. Ränder. Klebe einen Streifen am oberen Rand deiner Seite entlang oder an allen vier Seiten. Ein waagerechter Streifen wirkt ruhig, senkrechte Streifen geben Rhythmus.
  2. Felder und Trennlinien. Teile eine Seite mit schmalen Streifen in Abschnitte. In einem Journal grenzt du so schnell eine Wochenübersicht oder eine kleine Liste ab.
  3. Labels und Daten. Klebe ein kurzes Stück einfarbiges Tape auf die Seite und schreib ein Datum, einen Ort oder ein paar Namen darauf. So ein Label funktioniert auch als Titel, wenn du keine Buchstabensticker zur Hand hast.
  4. Rahmen um Fotos. Klebe vier Streifen rund um ein Foto. Lass sie in den Ecken überlappen oder schneide die Enden schräg ab, dann wird die Ecke klarer.
  5. Fotos befestigen. Klebe über jede Ecke des Fotos ein schräges Stück Tape, wie eine Fotoecke. Oder klebe nur einen Streifen am oberen Rand entlang: Dann kannst du das Foto anheben und darunter schreiben. Bei einem schwereren Foto setzt du sicherheitshalber einen Punkt Kleber darunter. Mach das mit Abzügen und nicht mit wertvollen Originalen.
  6. Tickets und Kassenbons. Ein Ticket aus dem Museum oder einen Kassenbon aus dem Café befestigst du mit zwei Streifen. Das sieht luftig aus, und du kannst es später noch umdrehen.
  7. Hintergrund. Klebe Streifen nebeneinander oder leicht übereinander, bis eine ganze Fläche gefüllt ist. Wähl Tapes aus einer Farbfamilie, dann wirkt es ruhig statt unruhig.
  8. Register. Falte ein Stück Tape um den Rand einer Seite und klebe den überstehenden Teil Klebeseite auf Klebeseite zusammen. Schreib ein Wort darauf, und du schlägst dein Buch schnell auf dieser Seite auf.
  9. Formen und Sticker. Schneide Dreiecke, Kreise oder Fähnchen aus Tape. Aus einer Reihe Dreiecke an einer gezeichneten Linie wird eine Wimpelkette. Du kannst Tape auch statt Stickern verwenden: Schneide eine Blume oder Figur aus einer Rolle mit Motiv aus.
  10. Reißcollage. Reiß kleine Stücke ab und bau daraus eine Landschaft: Hügel, Wellen, eine Reihe Bäume. Tape mit einer durchlaufenden Landschaft füllt auf einen Schlag einen großen Streifen.

Wenn du unsicher bist, was passt, fang mit Blumen- oder einfarbigem Tape und einfachen geometrischen Formen an. Damit liegst du selten daneben. Wähl ein Hauptthema für deine Seite und lass das Tape es unterstützen. Lass außerdem etwas Weißraum, denn nicht jede Fläche muss gefüllt sein.

Auf welchem Papier es hält

Washi Tape hält am besten auf glattem, ungestrichenem Papier, zum Beispiel Druckerpapier, den meisten Notizbüchern, Designpapier und glattem Cardstock (fester, farbiger Karton). Auf solchem Papier hat die ganze Klebeschicht Kontakt.

Schneller löst es sich auf:

  • rauem oder strukturiertem Papier, zum Beispiel Aquarellpapier, grobem Kraftpapier oder Papier mit Leinenstruktur
  • glänzenden Fotos und Plastikhüllen, vor allem an den Rändern
  • einem Falz oder einem Rand, der sich oft biegt
  • einem Untergrund mit Staub oder Fingerfett
  • einer Stelle in der Sonne oder in der Wärme

Wenn das Tape halten soll, reib es mit einem Falzbein oder deinem Fingernagel fest an. Berühr die Klebeseite so wenig wie möglich; mit einer Pinzette bleibt weniger Hautfett zurück. Für alles, was sich wirklich nicht lösen darf, setzt du einen Punkt Kleber darunter.

Klebe Tape lieber nicht direkt auf alte oder wertvolle Fotos. Washi Tape ist nicht fürs Archiv gemacht, und wenn du es abziehst, kann es eine Schicht von empfindlichem Papier mitnehmen. Klebe das Tape dann auf das Passepartout drumherum oder nimm Fotoecken.

Noch ein Punkt, über den viele stolpern: Weil Washi durchscheinend ist, verschwindet helles Tape auf dunklem Papier fast. Klebe das Tape dann zuerst auf weißes Papier oder einen Etikettenbogen und schneide es danach aus. So deckt es.

Mit welchem Stift du darauf schreibst

Ein Gelstift bleibt auf der glatten Oberfläche liegen und verschmiert, wenn du zu früh mit der Hand darüberkommst, also lass die Tinte gut trocknen. Ein schnell trocknender Permanentmarker funktioniert oft besser. Auf mattem Tape schreibst du meist auch gut mit einem Fineliner mit Pigmenttinte oder mit Bleistift.

Auf glänzendem Tape und Tape mit Folie hält oft nur ein Permanentmarker oder ein deckender Lackstift. Für dunkles Tape kannst du einen weißen Lackstift ausprobieren. Teste einen neuen Stift immer erst an einem Reststück, und schreib am besten, wenn das Tape schon klebt, denn auf festem Untergrund geht es leichter.

Sauber schneiden und Formen ausschneiden

Wenn du von Hand reißt, bekommst du einen leicht ausgefransten Rand, und genau das ist oft schön. Für einen geraden Rand nimmst du eine Schere oder ein Bastelmesser. Eine Schere mit Antihaftbeschichtung bleibt am längsten sauber. Wenn trotzdem Kleberreste an den Klingen sind, hilft etwas Alkohol auf einem Tuch. Ein Messer auf einer Schneidematte gibt den saubersten Schnitt, vor allem bei sehr dünnen Streifen entlang eines Lineals.

Für Formen klebst du das Tape zuerst auf Backpapier. Davon löst es sich später leicht wieder. Schneide die Form aus und zieh sie vom Papier ab. Wenn du helles Tape auf weißem Backpapier schlecht siehst, nimm braunes Backpapier. Schneide nicht genau an der Kante eines Motivs entlang, sondern lass einen ganz schmalen Rand stehen, dann franst es nicht aus.

So machst du auch deine eigenen Sticker. Klebe ein paar Streifen nebeneinander auf Backpapier, stemple oder zeichne darauf, lass die Tinte gut trocknen und schneide die Figuren aus. Dann hast du einen kleinen Vorrat, aus dem du unterwegs für dein Journal schöpfen kannst.

Eine kleine Gewohnheit, die viel Gefummel spart: Falte das Ende deiner Rolle ein paar Millimeter um. Dann findest du den Anfang sofort wieder.

Wie lange Washi Tape gut bleibt

Washi Tape hat kein Haltbarkeitsdatum, aber die Klebeschicht altert. Eine Rolle, die jahrelang in einem warmen Zimmer oder in der Sonne liegt, kann trockener werden und schlechter kleben. Bedrucktes Tape kann in der Sonne auch ausbleichen.

Bewahre deine Rollen deshalb in einer geschlossenen Box an einem kühlen, dunklen Ort auf. Wenn du eine alte Rolle nimmst, teste erst ein Stück. Klebt es schlecht, verwende sie für Dinge, die nicht halten müssen, oder setz einen Punkt Kleber unter das Tape.

Auch auf der Seite kann sich Tape nach Jahren an den Ecken wellen, vor allem auf rauem Papier. Blättere ab und zu durch ein älteres Buch. Eine lose Ecke klebst du mit einem Punkt Kleber wieder fest, und dann bleibt deine Seite so, wie du sie gemacht hast.

Fragen zu diesem Thema

Was ist Washi Tape?

Washi Tape ist ein dünnes, leicht durchscheinendes Klebeband aus Papier, das ursprünglich aus Japan kommt. Die Klebeschicht ist leicht, deshalb kannst du einen Streifen meist ohne Kleberückstände ablösen und neu aufkleben.

Was ist der Unterschied zwischen Washi Tape und Masking Tape?

Abklebeband aus dem Baumarkt ist aus dickerem, steiferem Krepppapier und nicht durchscheinend. Washi Tape ist dünner, glatter und bedruckt und reißt sauberer ab. In Japan wird Washi Tape selbst oft Masking Tape genannt.

Worauf hält Washi Tape am besten?

Auf glattem, ungestrichenem Papier wie Druckerpapier, den meisten Notizbüchern und glattem Cardstock. Auf rauem Papier, glänzenden Fotos, Plastik und über einem Falz löst sich das Tape schneller.

Wie kann man Washi Tape beschriften?

Nimm einen schnell trocknenden Permanentmarker oder einen Gelstift und lass die Tinte gut trocknen. Auf mattem Tape geht auch ein Fineliner mit Pigmenttinte. Teste einen neuen Stift immer erst an einem Reststück.

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