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Ideen · 6 Min. Lesezeit

Feiertage und Jahreszeiten im Scrapbook festhalten

Von Ostern bis Sinterklaas und von den ersten Krokussen bis zu den letzten Herbstblättern: So hältst du das Jahr fest, ohne dass jedes Fest wie das vorige aussieht.

Ein getrocknetes Herbstblatt und ein Stift auf einem aufgeschlagenen Spiralheft, zwischen trockenem Laub
Foto: Connor Scott McManus · Pexels

Das Jahr hat einen festen Rhythmus: Ostereier suchen, der erste warme Abend draußen, Laub rechen, ein Schuh am Ofen. Gerade weil diese Momente jedes Jahr wiederkommen, gerät das Festhalten leicht in Vergessenheit. Du denkst: nächstes Jahr wieder. Mit ein bisschen Planung entsteht ein Buch, in dem du die Jahre nebeneinander siehst und in dem jede Jahreszeit ihre eigene Farbe hat.

Eine Jahresliste mit Momenten

Fang mit einer Liste an, was du jedes Jahr festhalten möchtest. Nicht nur die großen Feiertage, sondern auch die kleinen Dinge, die zu eurem Zuhause gehören. Kleb sie innen in den Einband deines Albums oder speichere sie auf deinem Handy, damit du daran denkst, bevor der Moment vorbei ist.

Eine Liste kann so aussehen:

  • Januar: der erste Spaziergang des Jahres, übrig gebliebene Oliebollen
  • Frühling: die erste Blüte, Ostern, der Königstag und der Flohmarkt, Omas Geburtstag
  • Sommer: das erste Mal draußen schwimmen, der Urlaub, der letzte Schultag
  • Herbst: Blätter, Kastanien, Sankt Martin, der erste Sturm
  • Dezember: Sinterklaas, Weihnachten, Silvester

Schreib auch die gewöhnlichen Dinge dazu, die nur zu dieser Jahreszeit gehören. Erdbeeren pflücken, die Heizung, die zum ersten Mal angeht, die Fahrräder, die wieder in den Schuppen kommen. Das sind oft die Seiten, die du dir später am längsten ansiehst.

Ostern, Sommer, Herbst und Sinterklaas

Jeder Feiertag verlangt etwas anderes. Eine praktische Faustregel: Halte bei jedem Fest drei Dinge fest. Wer da war, was auf dem Tisch stand und eine Geschichte, die es wert ist, erinnert zu werden. Dann hast du immer genug für eine Seite, auch wenn die Fotos nicht so gut geworden sind.

Zu Ostern passen helle, frische Farben. Fotografiere den gedeckten Ostertisch, bevor sich alle hinsetzen, und heb ein Stück vom Eierkarton oder ein Papierchen von einem Schokoladenei auf. Kinder beim Eiersuchen ergeben oft verwackelte Fotos, also mach zusätzlich ein paar Bilder von den gefundenen Eiern im Körbchen.

Im Sommer geht es um Licht und ums Draußensein. Strandfotos, das Grillen, ein Nachmittag im Park. Heb Eintrittskarten vom Eiscafé oder vom Schwimmbad auf und kleb eine flache Muschel oder etwas Sand in einer durchsichtigen Hülle oder einem Tütchen auf die Seite. Gib dem Urlaub lieber ein eigenes Album, damit sich dein Jahreszeitenbuch nicht mit einer einzigen Reise füllt.

Der Herbst ist die Zeit der warmen Töne: Rostrot, Senfgelb, Orange, Waldgrün und Braun. Getrocknete Blätter sind schön, verblassen aber und zerbröseln. Leg sie lieber in eine Hülle oder scanne sie und druck den Scan aus. Feiert ihr Halloween, hast du die Chance, statt der üblichen Herbstfarben einmal mit Schwarz, Lila und Grau zu arbeiten.

Sinterklaas wird vor allem in den Niederlanden und Belgien gefeiert, deshalb findest du ihn in ausländischen Papierkollektionen selten. Zum Glück hast du viel eigenes Material. Heb die Gedichte auf, das Geschenkpapier einer Surprise, einen Wunschzettel mit einer Kinderzeichnung oder den Zettel, der im Schuh lag. Ein Gedicht passt gefaltet in ein kleines Kuvert auf der Seite, sodass du es später noch aufklappen und vorlesen kannst. Fotografiere auch die Surprises, bevor sie aufgerissen werden.

Wer den ganzen Dezember festhalten möchte, kann das in einem eigenen kleinen Album tun. Dafür gibt es eine feste Form, das December Daily, über das ein eigener Artikel kommt.

Farben und Materialien der Jahreszeiten

Zu jeder Jahreszeit gehören Farben, die du sofort erkennst. Frühling: zartes Grün, Gelb und Rosa. Sommer: kräftiges Blau, Weiß und sonnige Töne. Herbst: warme Erdtöne. Winter: Weiß, Silber, Gold und Dunkelblau oder das klassische Rot mit Grün.

Materialien helfen genauso wie Farben. Denk an Kraftpapier, Karomuster und Holzmaserung im Herbst, Leinen und Spitze im Frühling oder etwas Glitzer und Folie im Dezember. Du musst keine komplette Kollektion kaufen. Ein paar Bogen einfarbiger Cardstock (fester, einfarbiger Karton) in den Farben der Jahreszeit, ergänzt durch Reste von Designpapier, reichen oft schon.

Schau dir auch deine Fotos an. Wenn sie schon voller Farbe sind, halte das Papier ruhig. Ein Foto von einem Weihnachtsmarkt mit Lichtern braucht keinen rot-grünen Hintergrund. Umgekehrt kannst du einem ganz normalen Foto, etwa von einem Spaziergang, mit einem passenden Hintergrund trotzdem ein Gefühl von Jahreszeit geben.

Derselbe Feiertag, jedes Jahr anders

Die fünfte Weihnachtsseite in Folge mit einem Foto vom Baum wirkt schnell wie eine Wiederholung. Wähl deshalb jedes Jahr einen anderen Blickwinkel. Ein paar Ideen:

  • Halte den Moment vor dem Fest fest. Fang schon im November an, mit dem leeren Zimmer, bevor die Deko aus der Kiste kommt.
  • Wähl ein Detail und geh ganz nah heran: die Hände, die den Teig kneten, der gedeckte Teller, der Schuh am Ofen.
  • Lass jemand anderen erzählen. Frag ein Kind oder einen älteren Menschen, was am schönsten war, und schreib es wörtlich auf.
  • Mach eine Liste statt einer Geschichte: was gegessen wurde, wer da war, wie das Wetter war.
  • Mach jedes Jahr dasselbe Foto, an derselben Stelle. Nach ein paar Jahren siehst du, wie die Kinder wachsen und sich das Haus verändert.

Die letzte Idee ist vielleicht die schönste. Ein festes Foto am Weihnachtsbaum oder am Königstag auf dem Gehweg wird nach zehn Jahren zu einer kleinen Zeitleiste auf einer Seite.

Jahresrückblick oder ein Album pro Jahreszeit

Es gibt zwei Arten, das zu ordnen. In einem Jahresrückblick stehen alle Jahreszeiten und Feste eines Jahres hintereinander. Du siehst in einem Buch, wie dieses Jahr verlaufen ist, und das liest sich angenehm. Schreib die Namen der Monate oder Jahreszeiten auf Registerblätter oder auf einen Bogen am Anfang jedes Teils, dann behältst du den Überblick.

In einem Album pro Jahreszeit oder pro Feiertag legst du die Jahre nebeneinander. Alle Sinterklaasabende in einem Buch, alle Sommer in einem anderen. Das macht vor allem Spaß, um die Unterschiede zwischen den Jahren zu sehen. Ein Ringordner oder ein Schraubalbum eignet sich dafür am besten, weil du jedes Jahr Seiten hinzufügen kannst.

Du kannst auch beides kombinieren: ein Jahresalbum für den Alltag und ein kleines eigenes Buch für den Feiertag, der euch am meisten bedeutet.

Hast du im Dezember viel zu tun, arbeite mit kleinen Fächern oder Karten in einem Einsteckalbum. Jede Karte ist eine kleine Seite für sich, die du in ein paar Minuten fertig hast. Bleib innerhalb einer Seite aber bei denselben Farben, sonst wird es unruhig.

Jahreszeitenseiten, die nicht altmodisch wirken

Papier mit großen, auffälligen Motiven sieht im Laden wunderschön aus, kann aber nach ein paar Jahren altmodisch wirken. Das gilt besonders für unruhige Weihnachtsdrucke und Trendfarben. Ein paar Dinge halten deine Seiten zeitlos:

  • Nimm eine ruhige Basis aus einfarbigem Cardstock, Weiß oder Kraft, und lass die Jahreszeit in kleinen Akzenten auftauchen.
  • Wähl Farben aus der Natur statt aus der neuesten Kollektion. Herbstblätter sind auch in zwanzig Jahren noch orange.
  • Lass das Foto die Arbeit machen. Je mehr das Foto erzählt, desto weniger Deko brauchst du.
  • Sei sparsam mit Text, der nur jetzt witzig ist. Ein Wortspiel aus der Werbung versteht in zehn Jahren niemand mehr.
  • Schreib aber Jahreszahl und Namen dazu, im Journaling oder klein in eine Ecke. Das macht eine Seite nicht altmodisch, sondern auffindbar.

Nimmst du doch ein auffälliges Papier, beschränk es auf einen Streifen, einen Rand oder eine kleine Klappe. Dann bestimmt es nicht die ganze Seite.

Fang mit der Jahreszeit von jetzt an

Du musst nicht bis Januar warten. Nimm die Jahreszeit, in der du gerade bist, such dir ein Foto aus, das du schon hast, und gestalte eine Seite. Nächstes Jahr kommt eine daneben, und so wächst das Buch von selbst. Nach ein paar Jahren blätterst du durch eine Reihe von Jahreszeiten, die zusammen zeigen, wie euer Leben aussah.

Fragen zu diesem Thema

Wie halte ich Feiertage im Scrapbook fest?

Mach eine Liste der Momente, die du jedes Jahr festhalten möchtest. Halte bei jedem Fest fest, wer da war, was auf dem Tisch stand und eine Geschichte, die es wert ist, erinnert zu werden. Dann hast du immer genug für eine Seite.

Wie sieht nicht jede Weihnachtsseite gleich aus?

Wähl jedes Jahr einen anderen Blickwinkel: den Moment vor dem Fest, ein Detail aus der Nähe, jemand anderen, der erzählt, eine Liste oder dasselbe Foto an derselben Stelle, Jahr für Jahr.

Was ist besser: Jahresrückblick oder ein Album pro Jahreszeit?

Ein Jahresrückblick zeigt, wie ein Jahr verlaufen ist. Ein Album pro Jahreszeit oder Feiertag legt die Jahre nebeneinander. Du kannst auch kombinieren: ein Jahresalbum für den Alltag und ein kleines Buch für das Fest, das euch am meisten bedeutet.

Welche Farben passen zu den Jahreszeiten?

Frühling ist zartes Grün, Gelb und Rosa, Sommer kräftiges Blau und Weiß, Herbst warme Erdtöne und Winter Weiß, Silber, Gold und Dunkelblau oder Rot mit Grün. Du musst sie nicht wörtlich nehmen: Eine neutrale Basis mit kleinen Akzenten bleibt am längsten schön.

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