Babyalbum gestalten: was hineinkommt und wie du es aufbaust
Vom ersten Ultraschall bis zu den ersten Schritten: was du in ein Babyalbum klebst, wie du Ultraschallbilder und Armbänder aufbewahrst und wie du mit Baby im Haus dranbleibst.

Ein Babyalbum ist vielleicht das Album, das am häufigsten wieder angeschaut wird. Von dir in ein paar Jahren, von deinem Kind, wenn es groß ist, von Oma und Opa bei jedem Geburtstag. Deshalb ist es auch aufregend, damit anzufangen. Was kommt hinein, wie bewahrst du das empfindliche Ultraschallbild auf, und wie bleibst du dran, wenn du kaum schläfst? Ein paar Entscheidungen vorab machen es dir deutlich leichter.
Was hineinkommt
Du musst nicht alles aufheben. Wähl aus, was die Geschichte erzählt. Die meisten Babyalben folgen grob drei Teilen.
Aus der Schwangerschaft:
- der positive Test oder deine Reaktion darauf
- die Ultraschallbilder, mit Datum und Schwangerschaftswoche
- Babybauchfotos, zum Beispiel jeden Monat von der Seite aufgenommen, immer am selben Ort
- die Babyparty oder eine Willkommensfeier, mit Karten und Wünschen der Gäste
- wie der Name ausgesucht und wie das Kinderzimmer eingerichtet wurde
- ein Brief an dein Baby, geschrieben vor der Geburt
Bewahr die Ultraschallbilder auf jeden Fall gut auf, auch wenn du noch nicht weißt, wann du scrappen wirst. Manche Seiten gestaltest du erst, wenn das Baby da ist.
Rund um die Geburt:
- die Geburtsgeschichte, so schnell wie möglich aufgeschrieben, denn Details verblassen
- Gewicht, Größe, Uhrzeit und Ort
- das Krankenhausarmband oder Namensbändchen
- die Geburtskarte und die Karten, die du bekommen hast
- die ersten Fotos, auch vom Wochenbettbesuch und von den Geschwistern
- Fußabdrücke; die gelingen in den ersten Wochen am leichtesten, denn die Händchen bleiben noch lange zu Fäusten geballt. Ein tintenfreies Set verhindert Kleckserei.
Die ersten Male:
Das erste Lächeln, das Umdrehen, der erste Zahn, der erste Löffel Brei, das erste Wort, die ersten Schritte. Aber auch das erste Bad, das erste Mal auf dem Schoß von Uroma oder Uropa, der erste Urlaub, der erste Schnee. Karten mit Größe und Gewicht vom Consultatiebureau, der niederländischen Mütter- und Kinderberatung, sind später schöner, als du denkst.
Vergiss die Welt drumherum nicht. Was stand an dem Tag auf der Titelseite, welches Lied lief überall, was kostete ein Brot. In zwanzig Jahren liest du das gern noch einmal.
Ultraschallbilder und Krankenhausarmbänder sicher aufbewahren
Ultraschallbilder werden meist auf Thermopapier gedruckt, dem gleichen Papier wie ein Kassenbon. Es verblasst durch Licht, Wärme und manche Kleber und Kunststoffe. Ein Ultraschallbild, das heute gestochen scharf ist, kann in zehn Jahren fast weiß sein.
Deshalb:
- Scanne oder fotografiere jedes Ultraschallbild sofort, in hoher Auflösung. Dann hast du immer eine Kopie.
- Verwende im Album einen Ausdruck dieses Scans auf Fotopapier. Der hält viel länger.
- Bewahre das Original getrennt auf, in einem säurefreien Umschlag oder einer durchsichtigen Hülle, dunkel und trocken.
- Bring nie Kleber oder Klebeband direkt darauf an, und laminiere ein Ultraschallbild nicht: Die Hitze kann das Papier schwarz werden lassen.
Möchtest du das Original trotzdem im Album haben, steck es in eine Tasche oder Hülle auf der Seite, damit du es wieder herausnehmen kannst.
Ein Krankenhausarmband ist dick und oft aus weichem Kunststoff. Leg es nicht lose an Fotos, denn es kann sich abdrücken, und Stoffe aus weichem Kunststoff können Fotos mit der Zeit angreifen. Ein kleines Tütchen aus Polypropylen oder ein Umschlag auf der Seite funktioniert gut. Das gilt auch für eine Haarlocke vom ersten Haareschneiden. Dicke Sachen wie ein Mützchen oder ein Strampler passen besser in eine Einstecktasche mit einem großen Fach oder in eine Erinnerungsbox neben dem Album.
Chronologisch oder nach Themen
Beides funktioniert, und beides passt zu einer anderen Art von Album.
Chronologisch heißt: Monat für Monat oder in der ersten Zeit Woche für Woche. Der Vorteil: Du musst nie überlegen, wo etwas hinkommt, und das Wachsen wird schön sichtbar. Ein festes Foto pro Monat, daneben eine Karte oder ein Schild mit dem Alter, ergibt einen starken roten Faden. Ein Ringordner ist hier praktisch, weil du Seiten einfügen kannst, wenn du später noch etwas findest.
Nach Themen heißt: eine Seite übers Baden, übers Schlafen, über die ersten Breie, über die Familie. Das ist freier und verzeiht mehr, wenn deine Fotos nicht ordentlich sortiert sind. Ein Thema kann sich auch über Monate ziehen, etwa alle ersten Breie zusammen.
Viele Eltern kombinieren beides: die Schwangerschaft und das erste Jahr chronologisch, danach Themen oder ein Album pro Jahr. Wähl vor allem, was du durchhältst. Ein fertiges Album ohne feste Reihenfolge ist besser als eine perfekte Zeitleiste, die im vierten Monat aufhört.
Ein kleiner Tipp für den Aufbau: Gib jeder Seite einen Titel, ein paar Fotos, ein Stück Text und etwas Deko. Halte die Farben ruhig, zum Beispiel zwei oder drei Pastelltöne, dann wirkt das Album wie aus einem Guss, auch wenn du es erst in ein paar Jahren fertig machst.
Ein Babyalbum als Geschenk
Ein Babyalbum für jemand anderen zu gestalten ist ein wunderschönes Geschenk, aber die Fotos hast du natürlich nicht. Zwei Möglichkeiten, das zu lösen:
- Mach das Album fast fertig, aber lass auf jeder Seite Platz für Fotos. Gestalte die Seiten, schreib Titel und eventuell Fragen hinein und lass die Eltern die Fotos selbst einkleben. Fächer, Klappen und Taschen mit Karten zum Beschriften machen es leicht.
- Mach ein Wünschebuch: Bitte Familie und Freunde um einen Brief oder ein paar Sätze für das Baby, mit einem Foto von der Person, die es geschrieben hat. Bind alles zu einem Büchlein zusammen. Schön für eine Babyparty oder Willkommensfeier und um es später gemeinsam zu lesen.
Halte ein Geschenkalbum lieber schlicht und nicht zu voll. Die Eltern sollen ihre eigene Geschichte darin unterbringen können. Eine Karte für die Geburtsdaten vorne ist ein schöner Anfang.
Texte und Titel
Eine Babyseite braucht keine Poesie. Kurze Titel funktionieren am besten: Willkommen, Hallo Welt, unser Kleines, endlich, zwei Wochen alt. Eine Zeile aus einem Schlaflied oder einem geliebten Bilderbuch geht auch, und die bedeutet oft mehr als ein gekauftes Sticker-Zitat.
Für den Text unter deinen Fotos helfen ein paar feste Fragen: Was ist passiert, wer war dabei, wie hat es sich angefühlt, was willst du nicht vergessen? Schreib so, als würdest du mit deinem Kind sprechen. Das liest sich später viel wärmer als eine Aufzählung.
Was sich gut zum Aufschreiben eignet:
- was du gedacht hast, als du sie oder ihn zum ersten Mal gesehen hast
- die Spitznamen, die ihr benutzt habt
- was beim Weinen geholfen hat und was gar nicht
- wie ein ganz normaler Tag aussah
- die lustigen Dinge, die die Geschwister gesagt haben
Findest du deine Handschrift nicht schön, tipp Karten am Computer und druck sie aus, oder nimm Buchstabensticker und Stempel für die Titel.
Dranbleiben, wenn du wenig Zeit hast
Mit einem Baby im Haus ist ein Abend zum Scrappen Luxus. Trenn also das Festhalten vom Einkleben.
- Schreib im Moment kurz auf, was passiert, in einer Notiz auf dem Handy oder in einem Heft neben dem Bett. Datum und ein paar Sätze reichen. Das ist später deine wichtigste Quelle.
- Markiere jede Woche oder jeden Monat ein paar Lieblingsfotos, damit du später nicht Tausende Fotos durchgehen musst.
- Sammle Karten, Armbänder und Belege in einer Box oder einem Umschlag pro Monat.
- Lass Fotos in festen Abständen ausdrucken.
- Arbeite mit Einstecktaschen mit Fächern, dann schiebst du Fotos und Karten hinein, ohne zu kleben.
- Nimm alte Seiten als Vorlage; du musst dir nicht jedes Mal etwas Neues ausdenken.
Und wenn das erste Jahr vorbei ist und das Album noch leer: Das ist überhaupt nicht schlimm. Erinnerungen kannst du auch Jahre später noch aufschreiben, und die Fotos und Notizen warten auf dich. Fang mit dem an, was du hast, und lass das Album in Ruhe wachsen.
Fragen zu diesem Thema
Was kommt in ein Babyalbum?
Ein Babyalbum folgt meist drei Teilen: der Schwangerschaft, der Geburt und den ersten Malen. Denk an Ultraschallbilder, die Geburtsgeschichte, die Geburtskarte, Fußabdrücke und das erste Lächeln, den ersten Zahn und die ersten Schritte.
Wie bewahrt man ein Ultraschallbild auf, damit es nicht verblasst?
Ultraschallbilder sind meist auf Thermopapier gedruckt, das durch Licht und Wärme verblasst. Scanne oder fotografiere das Bild sofort, verwende im Album einen Ausdruck auf Fotopapier und bewahre das Original dunkel und trocken in einem säurefreien Umschlag auf.
Wie bleibt man beim Babyalbum dran, wenn man wenig Zeit hat?
Trenn das Festhalten vom Einkleben. Notiere im Moment kurz, was passiert, sammle Karten und Armbänder in einem Umschlag pro Monat und kleb später ein, zum Beispiel in festen Abständen.
Babyalbum chronologisch oder nach Themen gestalten?
Beides geht. Chronologisch macht das Wachsen sichtbar, nach Themen verzeiht mehr, wenn deine Fotos nicht sortiert sind. Viele Eltern kombinieren beides: Zeitleiste fürs erste Jahr, danach Themen.


